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Osterzeit

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= Osterzeit 2026 =

= Brauchtum - Glaube - Frieden =

Herbert Jenewein

Günther Dichatschek

[[Inhaltsverzeichnis]]


= Einleitung =

2026 fällt der Ostersonntag auf den 05. April, Ostermontag ist am 06. April 2026. Zusammen mit dem Karfreitag -unterschiedlich in deutschen Bundesländern - in Österreich generell nicht - sind diese Tage gesetzliche Feiertage.

Die Christen nennen die Woche vor Ostern auch "Karwoche". Das Wort ist abgeleitet vom althochdeutschen Wort "kara" = Trauer, Klage. Die Karwoche beginnt am Palmsonntag und endet am Karsamstag.

Die Christen denken in dieser Zeit an Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu. Die Osterzeit dauert fünfzig Tage bis zum Pfingstfest.


= Teil I - Brauchtum =

= Brauchtum in Österreich =

Osterbräuche in Österreich sind traditionelle Rituale rund um das Osterfest. Zu den bekanntesten gehören das Ratschen in der Karwoche, das Osterfeuer, das Färben von Ostereiern und die gemeinsame Osterjause mit Schinken und Kren.

== Palmweihe =

Die Palmweihe ist ein kirchlicher Osterbrauch, den man überall in Österreich begeht. Dabei werden am Palmsonntag Palmbuschen oder Palmkätzchen mit Weihwasser gesegnet.

== Osterbrauch aus Niederösterreich =

Im Mostviertel bringen die Taufpaten ihren Schützlingen um die Osterfeiertage das Godnküpfi vorbei aus Hefeteig, geflochten in Form eines Kipferls und mit einer Münze gespickt – so will es die Tradition.

== Karfreitagsratschen als immaterielles Weltkulturerbe =

Karfreitag und Karsamstag wird vielerorts geratscht, was das Zeug hält. Das geschieht, um das Schweigen der Kirchenglocken auszugleichen, die der Überlieferung nach gen Rom geflogen sind.

Dieser beliebte Osterbrauch Österreichs zählt übrigens mittlerweile zum immateriellen Weltkulturerbe.

== Grawirlacheier färben =

Im Salzbauer Lungau färbt man die Eier auf ganz besondere Weise. Kerbelkraut, Krokus und Zwiebelschalen kommen auf ein Leintuch. Darauf wird ein gekochtes Ei gelegt, das Ganze fest eingewickelt und zugebunden.

Nach einigen Minuten in Farbe entstehen besonders schöne Muster.

Als Ostertradition werden Ostereier mit Zwiebelschalen gefärbt. So färbt man Ostereier natürlich.


== Osterbrauch Oberösterreich =

Wunderbar skurril mutet ein beliebter Osterbrauch Oberösterreichs an. Zu Ostern wird alles versteckt, was Räder hat. Ob Fahrrad, Scheibtruhe oder Moped – nichts ist sicher.

== Eierpecken =

Eierpecken gehört zu jenen Osterbräuchen Österreichs, die Jung und Alt erfreuen. Erst werden Ostereier gesucht, danach in alter Wettkampfmanier gegeneinander geschlagen. Wessen Ei ganz bleibt, der gewinnt.

== Gonesrennen =

Fangenspielen für Erwachsen als Osterbrauch aus dem Lungau macht es möglich. Pärchen laufen Seite an Seite, während der Gones (Gänserich) versucht, sie auseinander zu bringen, um die Frau für sich zu gewinnen.

== Ostern mit der Familie =

Ostermenü, Osterjause, Osteressen, Ostereier, Kren, geweihtes Osterfleisch und Osterfleisch in einer "guten Küche".

== Traditionelle Osterrezepte - Osterjause =

Zu Ostern kommen Familie und Freunde zusammen. Dabei darf ein Festtagsessen mit Schinken im Brot oder dem süßen Osterlamm nicht fehlen.

Zur Osterjause reicht man in Kärnten traditionell den Reindling: ein mit Zucker, Zimt, Rosinen und Nüssen gefüllter Kuchen aus Germteig.



== Schinken im Brotteig =

Schinken, knusprig im Brotteig gebacken, ist ein traditionelles Gericht, das in weiten Teilen Österreichs zu Ostern aufgetischt wird. Der saftige Schinken symbolisiert das Ende der Fastenzeit.

== Osterfeuer =

In vielen Gemeinden Österreichs entzündet man jedes Jahr das traditionelle Osterfeuer.

Es symbolisiert die Sonne, vertreibt den Winter und soll Fruchtbarkeit und reiche Ernte bringen.

= Osterbrauch Oberösterreich =

In Ebensee wird am Aschermittwoch der Fasching stilecht in Form einer Fetzenpuppe verbrannt. Das läutet die vierzigtägige Fastenzeit ein.

== Kunstvolles Eierfärben im Burgenland =

Osterbräuche in Österreich haben oftmals mit Eiern zu tun – so auch im burgenländischen Stinatz, das für seine Kratzkunst bekannt ist. Gefärbte Eier erhalten auf diese Weise ganz wunderbare Verzierungen.





IT - Hinweis

https://www.servus.com/a/b/osterbraeuche-aus-oesterreich (2.4.2026)

= Brauchtum in Tirol =

Wenn wir in Tirol über den Palmesel lachen, lange Latten durchs Dorf schleppen und Bretzeln backen, dann kann das nur eines bedeuten. Es ist Osterzeit.

Im Folgenden wird auf die wichtigsten Osterbräuche eingegangen.


== Kochkunst =

Um innere Reinigung und eine Pause vom Überfluss geht es vielen in der Fastenzeit. Die 40 Tage ohne Fleisch, Alkohol oder Süßigkeiten beginnen mit einer Fastensuppe am Aschermittwoch. Vereine laden gerne zu solchen einfachen Gerichten, um Spenden zu sammeln.

Gegen Ende der Fastenzeit steht am Gründonnerstag dann alles Grüne auf dem Speiseplan wie Salat, junges Gemüse und Kräuter. Alles was im Frühling wieder zu sprießen beginnt, kommt auf den Tisch.

Mit Schnittlauch angerichtete Brennsuppe auf gedecktem Tisch und Brennsuppe mit Graukäse und Kartoffeln ist in Teilen Tirols eine beliebte Fastenspeise.

Zwei Tage darauf speist man dann wieder üppiger. Denn je nach Ortschaft darf am Abend des Karsamstags oder am Morgen des Ostersonntags endlich wieder nach Herzenslust zugegriffen werden. Osterschinken mit frischem Kren, Würste, Osterzöpfe und natürlich Ostereier schmecken dann umso besser.


== Palmesel =

Der Palmsonntag ist Auftakt zu den Feierlichkeiten rund um Ostern, und Aufgeweckte genießen gleich in der Früh einen fröhlichen Brauch. Sie dürfen den, der als letzter aufwacht, „Palmesel“ nennen. Die Pflanzerei – wie man in Tirol sagt – ist aber meist gleich wieder vergessen, weil die Vorfreude auf die Prozession überwiegt.

Mädchen tragen bei den Prozessionen traditionell einen Palmbuschen, Buben eine Palmlatte, die aus Ölzweigen und Palmkätzchen gebunden und mit bunten Bändern und süßen Bretzeln geschmückt sind.

In Thaur wird ganz vorne der hölzerne Christus auf dem Esel über die Feldwege gezogen, in Imst wird ein Wettbewerb um die längste Palmlatte ausgetragen. Die Stangen können schon einmal 35 Meter lang werden und müssen deshalb von bis zu 30 Burschen getragen werden. Palmbuschen und -latten werden geweiht und danach sorgfältig aufbewahrt. Sie sollen Haus und Hof nämlich das ganze Jahr vor Blitzschlag und Feuer schützen.

== UNESCO - Kulturerbe =

Wer in der Karwoche schon einmal in Tirol war, hat vielleicht Kinder mit hölzernen „Ratschen“ gesehen und sich über den knarrenden Lärm dieser Instrumente gewundert. Sie ersetzen die Kirchenglocken, die während der Messen am Gründonnerstag und Karfreitag nicht geläutet werden dürfen.

Erst die Auferstehungsfeier am Karsamstag beendet die Ruhepause, dann werden auch das Feuer, das Taufwasser und heilige Öle geweiht. Seit 2015 darf sich der Lärmbrauch offiziell "immaterielles Kulturerbe" der UNESCO nennen.

Das Instrument "Ratschen" macht einen knarrenden Lärm. Ratschen statt Glockenläuten heißt es in der Karwoche.

== Osterlamm und Osterzopf =

Ostern und Allerheiligen sind in Tirol die Daten, an denen die Paten – je nach Region Get und Goti, Teít und Touta oder God und Godn genannt – ihre Patenkinder beschenken.

Oft gehört zu diesen Gaben auch ein Osterzopf aus Germteig oder ein Osterlamm aus Rührteig, die am Karsamstag gebacken werden und das Sonntagsfrühstück versüßen. Ihre Formen haben religiöse Bedeutung.

== Osternester und kleine Geschenke =

Ostereier sind bunt. Der Grund liegt in der Haltbarkeit. Die Eier, die man in der Fastenzeit nicht essen durfte, wurden hartgekocht und – zeitlich gestaffelt – gefärbt. So wusste man, welche zuerst gegessen werden mussten.

Künstlerische Freiheit beim Eierfärben hielt erst mit der Erfindung des Kühlschranks Einzug. Tiroler Familien sammeln sich um Herd und Küchentisch, tauchen Eier ins Farbbad oder bemalen sie mit Pinsel und Wasserfarbe. In der Nacht zum Ostersonntag werden die kleinen Kunstwerke dann in Haus und Garten für die Kinder versteckt – gemeinsam mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken.

== Eierpecken =

Beim „Eierpecken“ werden im direkten Duell zwei Ostereier an der Spitze mit einem kurzen, festen Stoß aufeinandergeschlagen. Das kaputt gegangene Ei muss dem Sieger übergeben werden. Es gibt wahre Könner auf dem Gebiet, und wenn man eine Chance haben will, muss man drei Grundregeln beachten.

- Kleine Eier sind besser als große.

- Spitze Eier sind besser als runde.

- Auf die richtige Haltung kommt es an.

Wer die bessere Technik und die robustere Schale hat, gewinnt das Eierduell.

== Osterfeuer und Osterputz =

Als Symbol für die Auferstehung Christi entzündet man in manchen Gegenden Tirols am Abend des Karsamstags große Osterfeuer. Eine Theorie ist, dass der Brauch auf die heidnischen Frühlingsfeuer zurückgeht. Vor allem im Zillertal sind die Feuer aus Baum- und Strauchschnitt ein fixer Bestandteil des Osterfestes - solange es das Wetter zulässt. Bei Trockenheit sind die Feuer wegen der Brandgefahr verboten.

Nach einem langen Winter wird das Haus von oben bis unten durchgeputzt, damit pünktlich zu Ostern alles in der Frühlingssonne blitzt.

== Bunte Ostergräber =

Die Menschen in Tirol haben eindeutig einen Hang zum Ausschmücken. Der Brauch stammt aus dem 17. Jahrhundert und sollte dem Kirchenvolk - welches oft nicht lesen und schreiben konnte -den Tod und die Auferstehung Christi veranschaulichen. Geschmückt werden die Gräber meist mit bunten, mit Wasser gefüllten und beleuchteten Glaskugeln.

In Breitenwang, Lienz, Nauders oder Patsch werden traditionell Heilige Gräber aufgebaut, bestehend aus Kulissen, Vorhängen und Figuren. In anderen Orten sind die Tücher zum Verhängen des Altars mit Szenen aus der Passion bemalt und wieder andere stellen Fastenkrippen auf, eine österliche Variante der Weihnachtskrippe. Besonders hübsch ist die mechanische Krippe in Telfs - Moritzen, die in das Heilige Grab integriert ist.

Bunte Glaskugeln sind typisch für die Tiroler Ostergräber, etwa in in der Wallfahrtsbasilika Mariathal.

== Emmausgang =

Nach dem Essen sollst du ruh‘n oder tausend Schritte tun. In Tirol hat man sogar dafür einen eigenen Brauch, den Emmausgang am Morgen des Ostermontags. Er erinnert an den Weg der Jünger nach Emmaus, auf dem sich ihnen Jesus nach der Auferstehung unerkannt anschloss.

Mitunter wird dabei gebetet und gesungen, viele genießen aber einfach einen ausgedehnten Spaziergang in der Frühlingssonne.

IT - Quelle:

https://www.tirol.at/aktivitaeten/brauchtum-traditionen/osterbraeuche (2.4.2026)

= Osterbrauchtum Deutschland =

== Osterwasser =

Der Ursprung des Osterwassers liegt in heidnischer Zeit. Das Wasser gilt als Ursymbol des Lebens und der Fruchtbarkeit und wurde bei den Germanen zum Gedenken an die Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt. In den Jahrhunderten nach Christus wurde es als Symbol für das Leben mit Ostern in Zusammenhang gebracht. So wurde schon seit dem zweiten Jahrhundert das Taufwasser nur zwei Mal im Jahr geweiht, nämlich in den Nachtfeiern von Ostern und Pfingsten.

Nach dem Volksbrauch muss das Osterwasser in der Nacht von Samstag auf Ostersonntag zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang aus einem Bach geschöpft und schweigend nach Hause getragen werden. Es soll ein ganzes Jahr lang Augenleiden, Ausschlag und andere Krankheiten heilen, für ewige Jugend und Schönheit sorgen. Da es ein Symbol der Fruchtbarkeit ist, schöpfen die jungen Mädchen schweigend Wasser gegen den fließenden Strom. Das Schweigen darf nicht gebrochen werden, damit das Wasser seine Segens- und Heilskraft behält. Es darf auch kein Wassertropfen verloren gehen oder im Heim des Mädchen auslaufen. Das Vieh soll vor Krankheiten geschützt werden, wenn es am Ostermorgen in die Bäche getrieben wird. Nach dem Volksglauben werden Kinder, die mit Osterwasser getauft wurden, besonders intelligent. Das heilige Wasser soll nun ein ganzes Jahr vor Krankheiten, Unglücken oder ähnlichen Ereignissen bewahren.
In verschiedenen Regionen Deutschlands wird aus Dankbarkeit zum lebensspendenden Wasser noch heute der Brunnen im Dorf geschmückt und mit Osterschmuck verziert.

== Osterfeuer =



Auch die Tradition des Osterfeuers reicht in die vorchristliche Zeit zurück. Das Feuer ist schon im Altertum den Menschen und Göttern heilig gewesen. Die sechs Vestalinnen (altrömische Priesterinnen der Vesta) hatten dafür zu sorgen, dass niemals das heilige Feuer ausging. Bereits im Altertum war das Feuer heilig. Mit Frühlingsfeuern wurde in heidnischer Zeit die Sonne begrüßt, die als Mittelpunkt des Lebens galt. Dieser Kult sollte Fruchtbarkeit, Wachstum und die Ernte sichern. Die Bedeutung der Frühlingsfeuer wurde im 8. Jahrhundert in Frankreich auf den christlichen Glauben übertragen. Der Sieg über den Winter und das Erwachen nach einer langen kalten Zeit wurden auf die Auferstehung Jesu umgedeutet, der als Licht der Welt die Finsternis erhellt.

Die Entzündung des heiligen Osterfeuers ist ein zentrales Ereignis für die Christen. Das Feuer wird am Samstag vor Ostern vor der Kirche entfacht und geweiht. Daran wird die Osterkerze entzündet, die dann in feierlicher Prozession mit dreimaligem Singen des «Lumen Christi» (Licht Christi) in die noch dunkle Kirche getragen wird. In der Osterkerze, die im 4. Jahrhundert nach Christus Eingang in den christlichen Glauben fand, vereinigen sich griechische, jüdische, römische und christliche Lichttradition. Als Symbol des Lebens steht das Licht bei den Christen für den auferstandenen Jesus und damit für das ewige Leben. Das Feuer wird am Samstag vor Ostern, am Beginn der Liturgie in der Osternacht vor der Kirche entzündet und geweiht. An der Osterkerze werden deshalb auch die Taufkerzen entzündet. In zahlreichen Gemeinden werden am Abend des Ostersonntags große Osterfeuer abgebrannt, die wiederum mit der Osterkerze entzündet werden.

Am Osterfeuer wird die Osterkerze entzündet, die dann in feierlicher Prozession mit dreimaligem Singen des "Lumen Christi" (Licht Christi) in das noch dunkle Gotteshaus getragen wird. Als altes Brauchtum wird heute noch in zahlreichen Städten und Gemeinden in Deutschland von Jungen Holz, Reisig oder ähnliches Brennbares gesammelt und zum großen Osterfeuer aufgeschichtet.

== Osterkerze =



In der Osterkerze vereinigen sich die griechische, jüdische, römische und christliche Lichttradition. Das Licht gilt als Zeichen des Lebens. Die Osterkerze und die Lichtfeier zu Beginn der Liturgie haben ihre frühesten Wurzeln in der Sitte der alten Kirche, die Osternacht mit zahlreichen Kerzen zu erhellen. Zusätzlich gab es in der Stadt Rom den Brauch, die Osternachtsfeier mit zwei mannshohen Kerzen zu erleuchten.

Im christlichen Glauben ist die Osterkerze im 4. Jahrhundert nach Christus entstanden. In Piacenza wurde eine Osterkerze aus dem Jahre 384 gefunden. Alle Titelkirchen Roms verwandten die Osterkerze ab dem 7. Jahrhundert. Bis zum 10. Jahrhundert hat sie sich in den verschiedenen Regionen der westlichen Welt verbreitet.

Die Osterkerze symbolisiert den über Tod und Sterben siegenden auferstandenen Jesus Christus. Der Brauch, die Osterkerze an alle Kirchenbesucher weiterzugeben ist in Jerusalem als uralt bezeugt.


== Ostereier =

Der Brauch, zu Ostern Eier zu verschenken, hat verschiedene Ursprünge. Das Ei galt bereits früh in der Kulturgeschichte als Ursprungsort des Menschen oder gar des Universums. Bereits in der Urchristenzeit war es Sinnbild des Lebens und der Auferstehung, so dass in das Grab von Toten ein Ei mitgegeben wurde. Das Ei hält etwas verborgen, ist wie ein verschlossenes Grab. Aus einem scheinbar toten Körper schlüpft schließlich etwas Lebendiges. Damit wird die Beziehung zur Auferstehung Christi deutlich.

Auch die Frage nach der Ewigkeit kann durch die Form des Eies - ohne Anfang und Ende - und die Frage, ob zuerst Ei oder Huhn war, gedeutet werden. Daneben war das Ei im Mittelalter eine Berechnungseinheit für Pacht und Zins. An Ostern als feststehendem Zahlungstermin wurden als Gegenleistung für gepachtetes Land den Grundherren Eier überreicht. Zudem war während der Fastenzeit auch der Genuss von Eiern untersagt. Bis zum Osterfest, das die Fastenzeit beendet, sammelten sich somit viele Eier an.

In Ägypten sind seit mehr als 1.000 Jahren farbige Eier bekannt. In der westlichen Welt ist seit dem 13. Jahrhundert Rot die traditionelle Farbe für das Ei. Es ist die Farbe des Blutes Christi, des Lebens, des Sieges und der Lebensfreude. In Osteuropa findet man eher goldfarbene Eier, als Zeichen der Kostbarkeit. Bis heute gibt es regional viele verschiedene Grundfarben für das Osterei, die aus verschiedenen Bedeutungen heraus erwachsen sind. Der Fund eines bemalten Eies aus dem vierten Jahrhundert nach Christus lässt auf eine alte Tradition des Eierbemalens schließen.

== Osterhase =

Die Verbindung des Hasen mit Ostern hat verschiedene Ursachen: So ist in der byzantinischen Tiersymbolik der Hase ein Symbol für Christus, der im Tod das Leben gebracht hat: Da er keine Augenlider hat, schläft er mit »offenen Augen«. Zum anderen gilt der Hase wegen seiner starken Vermehrung mit bis zu 20 Jungen im Jahr als Symbol der Fruchtbarkeit und der Zeugungskraft, was zum Fest der Auferstehung und des Lebens passt. Das Bild des Hasen wurde dem Osterbrot aufgeprägt, in das ein Ei eingebacken war. So entstand die Vorstellung vom Hasen, der Eier legt.

Der Hase war im Volksglauben allerdings nicht der einzige Überbringer der Ostereier. In Westfalen oder Hannover fiel diese Aufgabe lange dem Fuchs zu, in der Schweiz dem Kuckuck, in Schleswig - Holstein, Oberbayern und Österreich dem Hahn, in Thüringen dem Storch.


Der Osterhasenbrauch entstand vor mehr als 300 Jahren in der Pfalz, dem Elsass und am Oberrhein. Erste Belege aus dem Jahre 1678 sind von Georg Franck von Franckenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg, überliefert. Erst im 19. Jahrhundert setzte sich der Glaube an den Osterhasen generell durch. Dies gelang allerdings früher bei den Stadtkindern, denn bei der Landbevölkerung war wegen besserer Kenntnisse über die Hasen mehr Überzeugungskraft nötig, um an den Osterhasen zu glauben.

Aus weltlicher Sicht, galt der Gründonnerstag als Abgabe- und Zinstermin für Schuldner an die Gläubiger. Einerseits ist überliefert, dass die Gläubiger in Eiern oder Hasen bezahlt wurden, siehe das Haushaltsbuch eines Speyrer Domherrn. Eine zweite Überlieferung sagt aus, dass der Schuldner bei Bezahlung seiner Schulden ein freier Mann ist, der mit einem Hasen verglichen wurde, der nicht vom Hund gehetzt wird.

Auch die Terminierung des Osterfestes lässt eine Verbindung zum Hasen zu. Das Osterfest wird am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert und der Hase gilt als Mondtier.

Auch die christliche Deutung aus dem Psalm 104, 18 ist möglich. In der Übersetzung wird von Klippdachsen gesprochen, jedoch findet man in alten Übersetzungen auch die Wörter Hase oder Kaninchen. In Byzanz war der Hase in der Tiersymbolik ein Symbol für Christus.


== Osterlamm =

Zum christlichen Osterfest gehört auch das Osterlamm. Entstanden ist das Osterlamm aus dem Ritual der Juden zum Passahfest ein Lamm zu schlachten und zu verspeisen.

Dabei wird das Lamm zum Gedenken an Gott geschlachtet. Im Christentum wurde das Tier symbolisch zum Lamm Gottes und wird, versehen mit der Fahne als Zeichen des Sieges, als Symbol des Lebens verstanden. Mit seinem weißem Fell ist es daneben auch ein Symbol für Reinheit und friedliche Lebensweise und soll damit als Zeichen des Friedens dienen und eine friedliche Lebensweise anmahnen. In der Gegenwart findet es sich aber meistens als Osterlamm auf der Speisekarte. Als Backwerk aus Rührteig bildet es außerdem reich verziert oft den Mittelpunkt des Ostertisches.



== Osterlachen =

Die Osterpredigt hatte früher auch das Ziel die Hörer nach der Zeit des Leidens und des Gedächtnisses des Leidens zum Lachen zu bringen ("risus paschalis").

Das Osterlachen ist eine faszinierende und etwas in Vergessenheit geratene Tradition, die ihren Ursprung im Christentum hat und besonders in der Zeit vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert in vielen europäischen Ländern verbreitet war. Diese einzigartige Praxis fand während der Ostermesse statt und zielte darauf ab, die Freude über die Auferstehung Jesu Christi auf eine lebhafte und unkonventionelle Weise zum Ausdruck zu bringen.

Der Kern des Osterlachens bestand darin, dass der Priester oder Prediger während der Predigt am Ostersonntag humorvolle Anekdoten, Witze oder sogar satirische Kommentare einfließen ließ, um die Gemeinde zum Lachen zu bringen. Das Lachen war nicht trivial oder respektlos gemeint, sondern sollte die überwältigende Freude und das Glück über den Sieg Jesu über den Tod symbolisieren. Es war ein Lachen, das die Befreiung von Sünde und Tod und die Erneuerung des Lebens feierte.

Die Praxis des Osterlachens spiegelte eine tiefe theologische Überzeugung wider: Dass durch die Auferstehung Jesu der Tod besiegt wurde und die Christenheit Grund zur Freude hat. Dieser freudige Aspekt des Osterglaubens wurde durch das gemeinsame Lachen in der Gemeinschaft verstärkt und machte die Botschaft von der Hoffnung und Erneuerung, die Ostern bietet, auf eine sehr menschliche und zugängliche Weise erlebbar.

Mit der Zeit geriet die Tradition des Osterlachens jedoch in Vergessenheit und wurde von der Kirche zunehmend weniger gefördert. Gründe dafür waren unter anderem die Sorge um die Würde des Gottesdienstes und die Befürchtung, dass die humorvollen Elemente die heilige Ernsthaftigkeit des Anlasses untergraben könnten. Trotz dieser Entwicklungen bleibt das Osterlachen ein faszinierender Aspekt der christlichen Kulturgeschichte, der uns daran erinnert, dass Freude und Humor essentielle Bestandteile der menschlichen Erfahrung sind – selbst in der Feier der tiefsten Mysterien des Glaubens.

Heute erlebt das Osterlachen in einigen Gemeinden eine Art Renaissance, da die Kirchen nach Wegen suchen, die Botschaft von Ostern auf frische und lebensbejahende Weise zu vermitteln. Das Osterlachen erinnert uns daran, dass im Herzen des christlichen Glaubens nicht nur Hoffnung und Erneuerung stehen, sondern auch eine tiefe, befreiende Freude, die es wert ist, geteilt und gefeiert zu werden.


IT - Quelle:

https://www.theology.de/kirche/kirchenjahr/osterbraeucheindeutschland.html (2.4.2026)





== Teil II Ostern - Kirchengeschichtlich =

Ostern ist anfangs in der christlichen Kirche an jedem Sonntag gefeiert worden. Schon 1Kor 16, 2 und Apg 20, 7 heben den "ersten Tag der Woche" heraus. Die erstmalig Apk 1, 10; Ign Magn 9, 1; Did 14, 1 begegnende Bezeichnung "Herrentag" zeigt, dass der Sonntag als Tag der Auferstehung Jesu gefeiert wurde.

Wie es zu einer Jahresfeier von Ostern kam, ist bis heute in vielem dunkel. Gleichwohl dürften die neueren Forschungen gezeigt haben, dass das Passafest der Quartadezimaner sehr viel älteren Datums ist als Ostern und in manchem für die Ausgestaltung des Osterfestes bestimmend geworden ist.

Alle wesentlichen Momente des quartadezimanischen Passafestes begegnen auch beim Osterfest, freilich z. T. unter Umgestaltung oder neuer Sinngebung. Über die Einführung des Osterfestes darf daher folgende Vermutung gewagt werden. Nach Irenäus (Euseb, h. e. V, 24, 14) ist Ostern seit der Zeit Sixtus I. (um 115) in Rom gefeiert worden. Es gibt kein Zeugnis, dass Ostern anderswo früher gefeiert wäre.

Demnach ist das Osterfest wahrscheinlich Anfang des 2. Jh. in Rom geschaffen worden. Der Grund dafür dürfte gewesen sein, dass man sich stärker, als die Quartadezimaner es taten, von der Verbindung mit dem Judentum lösen und ein rein heidenchristliches Fest feiern wollte, zumal es in Rom selbst eine Gemeinde der Quartadezimaner gab.

Wegen der verschiedenen Praxis des Passa- bzw. Osterfestes kam es bald zu Streitigkeiten. Erstmalig verhandelten Anicet von Rom und Polykarp von Smyrna um 155 darüber, doch ohne Ergebnis. Beide Seiten blieben bei ihrer Praxis. Viktor von Rom (189-198) versuchte, einen einheitlichen Brauch herzustellen. Zwar hat er nicht die kleinasiatischen Quartadezimaner exkommuniziert (gegen Euseb), wohl aber wollte er die römische Gemeinde der Quartadezimaner seiner Autorität unterstellen. Trotz einiger Proteste, auch von Irenäus, konnte Viktor sich in Rom durchsetzen. Die Folge war, dass das quartadezimanische Passafest mehr und mehr zurückging und das heidenchristliche Ostern weiter vordrang.

Gleichwohl mussten sich noch die Synoden von Arles 314 und Nicäa 325 mit der Frage des Osterfestes befassen. Nunmehr wurden die Quartadezimaner exkommuniziert und dem Osterfest zur alleinigen Anerkennung innerhalb des Römischen Reiches verholfen. Freilich war damit noch kein einheitlicher Ostertermin erreicht. Während die Quartadezimaner wie die Juden den 14. Nisan einhielten, beobachtete man bei dem heidenchristlichen O. den auf diesen folgenden Sonntag.

Da jedoch Rom und Alexandrien einen verschiedenen Osterzyklus zugrunde legten, kam es auch nach Nicäa wiederholt zu Differenzen wegen des Datums für Ostern. Sie wurden erst durch Dionysius Exiguus ( ca. 545) beigelegt, der dem 19jährigen alexandrinischen Zyklus in Rom Eingang verschaffte, wodurch der 84jährige röm. Zyklus verdrängt wurde. Im 7. Jh. kam es noch zwischen Rom und Irland zu einem Osterstreit. Die Iren, die ursprünglich wohl Quartadezimaner gewesen waren, später aber einem älteren röm. Zyklus folgten, unterwarfen sich auf der Synode zu Whitby 664 dem römischen Ritus.

Was den Festinhalt betrifft, so bedeutete Ostern eine neue Sinngebung des urchristlichen Passa. Während bei den Quartadezimanern stellvertretendes Fasten für die Juden und die Erwartung der Parusie im Mittelpunkt ihres Festes standen, galt Ostern dem Gedächtnis der Auferstehung. Schon im 2. Jh. ging ein allerdings verschieden langes Fasten Ostern vorauf. Es wurde durch die nächtliche Feier der Eucharistie beendigt.

IT - Quelle:

https://www.theology.de/ (2.4.2026)



== Karwoche - Palmsonntag =


Mit dem Palmsonntag (lateinisch dies florum, dies palmarum), danach volkstümlich im evangelischen Bereich Palmarum, auch Palmtag genannt, beginnt die Karwoche. An diesem Sonntag wird besonders des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht: Palmen (in unseren Breiten in der Regel Buchsbaum) werden gesegnet. In einer feierlichen Prozession wird das Kreuz (Jesus) in die Kirche hineingetragen, begleitet von Messdienern (und oft auch Kindern), die in ihren Händen die frisch geweihten Buchsbaumwedel tragen. Im Anschluss an den Gottesdienst nehmen die Gläubigen "Palmzweige" mit nach Hause und stecken sie hinter die im Haus befindlichen Kreuze oder auch Weihwasserkessel.

Das Neue Testament berichtet davon, dass Jesus auf einem Esel in die Stadt eingezogen ist. Die Bevölkerung sah in ihm den gekommenen Messias, den Wundertäter, den Retter. Sie jubeln ihm zu, breiten ihre Umhänge über die Straße und winken Jesus jubelnd ("Hosanna!") zu. Es sind die gleichen, die wenig später schreiend von Pilatus verlangen werden, diesen Verräter zu kreuzigen und statt seiner lieber den politischen Terroristen Barrabas freizulassen. Nachzulesen bei Matthäus 21,1 ff, bei Markus 11,1 ff, bei Lukas 19,28 ff oder Johannes 12,12 ff.

Auf diese Begebenheit geht unser Palmsonntag zurück. Er ist untrennbar mit der darauffolgenden Passionswoche verbunden, welche für den christlichen Glauben eine zentrale Bedeutung hat, weil sie an den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus erinnert.

Das alte Frühlingsbrauchtum mit wachstumsfördernden und unheilabwendenden Motiven, hat sich durch eine Verchristlichung mit solchen des österlichen Sieges Christi am Palmsonntag verbunden.

Seit dem 4. Jahrhundert wird im byzantinischen Liturgiebereich des Einzugs Jesu in Jerusalem in Form einer Prozession gedacht. Durch ein irdisches Missale ist die Palmweihe am Palmsonntag im 7. Jahrhundert bezeugt. In Deutschland verbreitete sich die Palmsonntags - Prozession erst im 11. und 12. Jahrhundert. Die Palmen stehen dabei als Symbol für den Einzug Jesu und dessen Huldigung. Der Umzug mit einem Palmesel war weit verbreitet. Der zelebrierende Priester erhielt bei der Kreuzverehrung vor der Kirche zum dreimaligen Gesang des " percutiam pastorem" drei Streiche mit einer speziellen Palmrute, worauf die Chorsänger die Antiphon "pueri Hebraeorum" anstimmten.

Da in Deutschland und Österreich keine echten Palmen zur Verfügung stehen, verwendet man am Palmsonntag stattdessen hiesige Grünzweige: Buchsbaum, Weidenkätzchenbüschel oder auch Wacholder.

Am Palmsonntag beginnt die hl. Messe mit einer Palmweihe. Im Gedenken an Jesu wird in einer feierlichen Palmprozession das Kreuz in die Kirche getragen, begleitet von Messdienern, Kindern und der Gemeinde, die in ihren Händen Buchsbaumzweige halten.

Erstmals in der Karwoche wird am Palmsonntag die Passion Jesu, das Leiden und Sterben des Herrn, verkündigt. Die Liturgie dieses Sonntags führt die Christen vom Jubel beim Einzug Jesu in Jerusalem bis zum "Kreuzige Ihn" und zum Tod.

Nach dem Gottesdienst werden die geweihten Zweige am Palmsonntag wieder mit nach Hause genommen und als segenbringende Zeichen hinter die im Haus befindlichen Kreuze oder Weihkessel gesteckt. Man glaubt, dass sie das Unglück vom Haus fernhalten.

Der Palmsonntag heißt seit der Kalenderreform im Jahr 1969 Dominica in palmis de passione domini (Palmsonntag vom Leiden des Herren).

Der Palmsonntag ist in den deutschen evangelischen Landeskirchen meist noch Konfirmationssonntag.

== Karwoche - Gründonnerstag =


Der Gründonnerstag ist seit dem 12. Jahrhundert volkstümliche Bezeichnung für den kirchlichen Gedenktag der Einsetzung des Abendmahls (de coena domini), wurde schon in der alten Kirche als solcher begangen (Bericht der Ätheria aus Jerusalem, 4. Jahrhundert).

Die verschiedenen Deutungen des deutschen Namens (die lateinischen Bezeichnungen sind sehr vielfältig) befriedigen nicht (etwa vom Gebrauch grüner Paramente, von »Grinen« [ahd.] = »Klagen«, vom Essen grüner Kräuter sowie von der nicht sicher erklärten lateinischen Bezeichnung »dies viridium«). Ob sich das Klagen dabei auf die Fastenzeit mit dem Leiden, auf die darauffolgende Nacht, die Jesus in Todesangst verbrachte oder das Weinen auf die bevorstehende Kreuzigung Jesu bezieht ist nicht geklärt.

Auch das Erwachen der Natur in dieser Jahreszeit, das Grünwerden der Pflanzen verbindet uns mit dem Gründonnerstag und dem Osterfest. Darüber hinaus gibt es die Verbindungen zum Osterhasen, Osterlamm, Osterfeuer, Osterblumen, usw., die alle mit dem Erwachen und der Hoffnung im Zusammenhang stehen.

Unabhängig vom christlichen Glauben wird die Farbe Grün als Zeichen / Farbe der Hoffnung verstanden. Vom grün abgeleitet ist es heute in vielen christlichen Familien an Gründonnerstag üblich, grünes Gemüse zu essen, etwa Spinat oder Brunnenkresse.

Der Gründonnerstag erinnert an den Tag des Abendmahls vor dem Todestag Jesu. Dieses Abendmahl am Vorabend des Karfreitag nahm Jesus mit seinen engsten Vertrauten, den zwölf Jüngern ein.

Das Abendmahl bedeutet Abschied von Jesus nehmen, gleichzeitig aber auch ein Anfang für den christlichen Glauben. Denn in Form von Brot und Wein wurde Jesus selbst angenommen und um Vergebung der Schuld gebeten.

Gleichzeitig wird schon auf die Auferstehung und das Weiterleben Jesu hingedeutet. Trotz des Verrates durch Judas und das Leugnen der Jünger, nimmt Jesus die Schuld allein auf sich und gibt Hoffnung für ein neues besseres Leben nach seinem Tod.

Jesus forderte seine Jünger auf, fortan gemeinsam das Abendmahl zu feiern. Wohl deshalb ist der Ursprung aller Abendmahlsfeiern der Gründonnerstag.

Der Gründonnerstag ist in der orthodoxen und römisch - katholischen Kirche liturgisch ausgezeichnet durch die Wiederannahme der Büßer (Absolution), durch die Weihe des hl. Öles (Chrisma, Myron) sowie durch die Fußwaschung.

Seit etwa 1500 Jahren feiern die Christen den Gründonnerstag, den fünften Tag der Karwoche, zur Erinnerung an die Einsetzung der heiligen Eucharistie.

Nach dem Gloria - Gesang verstummen in den Gottesdiensten die Orgeln und auch die Glocken werden bis zum Osterfest nicht geläutet.

Bei Beendigung des Gottesdienstes trägt der Priester den Hostienkelch in einer Prozession in einigen Gemeinden zu einem Seitenaltar oder in eine Kapelle.

Nach der Messfeier werden Blumenschmuck und Kerzen beiseite geschafft. Dies symbolisiert die Trauer über den Tod Jesu. Wegen des nahen Todes Jesu ist der Gründonnerstag ein Tag der Trauer.

Die Gläubigen werden in vielen Gemeinden von den Messdienern mit Holzklappern und Ratschen zum Gottesdienst gerufen.

Die evangelischen Kirchen begehen den Gründonnerstag mit einem Abendmahlsgottesdienst. Dieser Gottesdienst wird in vielen Gemeinden besonders gefeiert. Ausgehend von der heutigen liturgischen Erneuerungsbewegung wird oft versucht, ihn im Rahmen der Karwoche als den ersten Tag des Triduum Sacrum besonders zu begehen.


Die Liturgie der Altkatholischen Kirche am Gründonnerstag entspricht in weiten Teilen dem Römischen Ritus. Die Rubriken des Eucharistiebuchs sehen folgendes vor. Nach dem Gloria schweigen Orgel und Glocken. Zur Fußwaschung kann das Taizélied Ubi caritas gesungen werden. In den Fürbitten sollte der Gemeinden des eigenen Bistums und der ökumenischen Nachbargemeinden gedacht werden. Die Eucharistiefeier endet mit dem Gebet nach der Kommunion. Der Segen wird erst wieder als Feierlicher Schlusssegen in der Osternacht gespendet. Wo es möglich ist, wird zu stillem Gebet, zur Meditation und zur Lesung der Abschiedsreden Jesu aus dem Johannesevangelium Gelegenheit gegeben.

== Karwoche - Karfreitag =

Der Karfreitag ist der Überlieferung nach der Todestag Jesu. An diesem Tag werden verschiedene Brauchtümer gepflegt. Für viele evangelische Christen ist es der höchste Feiertag im Jahr.

Begrifflich abgeleitet ist der Karfreitag, von althochdeutsch "kara" = Wehklage, Kummer, Trauer, bildete im 2. Jh. mit Karsamstag ein »biduum« des Fastens.

Die adoratio crucis (Kreuzesfeste), seit dem 4. Jh. (Jerusalem), änderte das nicht, die dabei im Westen gesungenen Improperien tauchen im 7. Jh. auf.

Die Karfreitagsfeier (ältere Gestalt, größere Zahl der Lesungen; Fürbittengebete; keine eigentliche Messe) geht in der Anlage auf den griechische Werktagsgottesdienst zurück.

Die ostkirchliche Praesanktifikatenmesse hat der Westen seit dem 7. Jh. Hier war der Karfreitag im Mittelalter Kommuniontag aller, später (seit 1570) nur des Zelebranten; heute erstrebt man wieder den früheren Brauch.

In der Reformation ist der Karfreitag (Luthers »guter Freitag«) halber Feiertag mit Lesen und Predigen der Leidensgeschichte (Passionsharmonie Bugenhagens); später wird er Bußtag, in Preußen zeitweilig Konfirmationstag. Das Lesen oder Singen der Passion (Johannispassion - wie schon seit dem 4. Jh., meist nachmittags) wurde in verschiedener Weise von Aufklärung und Pietismus kritisiert.

Unter Lutheranern wird heute die Rückkehr zu katholischen Karfreitagsbräuchen vorgeschlagen (etwa kein Orgelspiel, Abräumen des Altars).

Der am Karfreitag begangene Kreuzweg beschreibt die wichtigen Stationen dieses Tages.

1. Jesus wird zum Tode verurteilt

2. Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern

3. Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

4. Jesus begegnet seiner Mutter

5. Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen

6. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

7. Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

8. Jesus begegnet den weinenden Frauen

9. Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

10. Jesus wird seiner Kleider beraubt

11. Jesus wird ans Kreuz genagelt

12. Jesus stirbt am Kreuz

13. Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt

14. Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt

In vielen Gemeinden finden sich Kreuzwege, auch die vom Christentum inspirierte Kunst hat vielfältige Kunstwerke erschaffen, die im Zusammenhang mit diesen Ereignissen stehen.

Das Kreuz wurde ab dem dritten Jahrhundert ein Zeichen der Christenheit.

Am Karfreitag werden heute noch verschiedene Brauchtümer gepflegt. Christen essen am Karfreitag Fisch, weil der Fisch eines der ältesten Symbole ist, mit dem sie sich zu erkennen geben. Das Wort "Fisch" heißt auf griechisch "Ichthys". Das sind die Anfangsbuchstaben von "Iesos Christos Theou Yios Soter". Auf deutsch: "Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter".

Darüber hinaus ist es christliche Tradition, dass an Fasttagen generell auf Fleisch "der Tiere des Himmels und der Erde" verzichtet wird. Nach christlicher Tradition verzichtet man an Freitagen - in Erinnerung an den Karfreitag - auf teueres Fleisch und isst stattdessen Fisch, der nicht zu Fleisch zählt und früher billiger war. Christen gedenken am Karfreitag des Leidens und Sterbens Jesu. Dieser Tag dient der Besinnung auf die Leiden Christi am Kreuz.

Für manche ist der Karfreitag ein strenger Fastentag. Der Karfreitag wird mindestens seit dem zweiten Jahrhundert gefeiert. Bis heute gilt er in der katholischen Kirche als strenger Fastta. Gläubige, die älter als 14 Jahre sind, dürfen/ sollen an diesem Tag kein Fleisch zu sich nehmen, Katholiken zwischen 18 und 60 ist am Karfreitag nur eine einmalige Sättigung erlaubt. Ursprünglich durfte man an diesem Tag überhaupt nichts essen oder trinken. Selbst Glocken schweigen.

In Frankreich heißt der Karfreitag "vendredi saint", was heiliger Freitag heißt.

In England wird er "Good Friday" oder "Black Friday" genannt, was übersetzt guter Freitag oder schwarzer Freitag heißt.

== Karwoche - Karsamstag =


Der Karsamstag (fälschlicherweise manchmal Ostersamstag genannt), ist der erste Tag nach Jesu Tod und der Tag der Grabesruhe. Es findet kein Gottesdienst statt und die Altäre in den Kirchen sind frei von Kerzen und Blumen.

Biblischer Hintergrund ist der Sabbat ist der jüdische Ruhetag. An diesem Tag darf nicht gearbeitet werden. Deswegen musste Jesus noch am Freitag beerdigt werden. Am Karsamstag wurden Wachen vor dem Grab von Jesus positioniert. Sie sollten darauf achten, dass der Leichnam nicht gestohlen wird und so die Aussage im Land verkündet werden kann, dass Jesu auferstanden sei.

Am Karsamstag wurde aber nicht nur Jesus für tot erklärt, sondern auch die Hoffnung auf einen Retter begraben. Denn am Karsamstag versteckten sich die Jünger aus Angst selbst am Kreuz hingerichtet zu werden.

Dieser Tag der Depression besiegelte bei vielen Menschen den Glauben an einen neuen Anfang. Symbolisch kann man für den Karsamstag sagen, dass trotz der hoffnungslosen Lage das Leben weitergeht und bessere Tage folgen, wie die Auferstehung Jesu deutlich macht.

Erst in der Nacht zum ersten Ostertag oder sogar in der Frühe des Ostermorgens kommen die Christen zur Feier der Auferstehung zusammen, verbunden mit der Weihung des Osterwasser, des Osterfeuer und der Osterkerze.

Die Glocken, die sich am Gründonnerstag mit vollem Geläute nach dem Abendmahls- Gottesdienst verabschiedet hatten, kehren am Karsamstag beim Gloria in der hl. Osternacht wieder mit vollem Klang zurück. Der Ostersamstag ist der Samstag nach Ostern.

== Osternacht Geschichte und Feier =

Ostern ist als das älteste Fest der Christenheit in seiner Bedeutung hinter das Weihnachtsfest zurückgetreten (nicht umsonst spricht Matthias Morgenroth vom „Weihnachts-Christentum?“). Doch die Feiern in der Osternacht spielen im gottesdienstlichen Leben der Gemeinden eine immer größere Rolle.

Der Blick auf die Geschichte erklärt die Anziehungskraft dieser Gottesdienste.

Sabine Bäuerle erklärt "Auf der Schwelle vom Tod ins Leben" die Geschichte und Feier der Osternacht.

IT - Hinweis

https://www.zentrum-verkuendigung.de/ (2.4.2026)



= Teil III - Brauchtum Europa =


== Frankreich =

In Frankreich bleiben die Glocken von Gründonnerstag bis Karsamstag im ganzen Lande stumm, um den Tod Jesu zu betrauern. Erst am Ostersonntag läuten die Glocken wieder aus Freude über die Auferstehung Christi. Wenn die Franzosen die Glocken am Ostersonntag hören, umarmen und küssen sie sich.

Man erzählt sich, dass das Glockenläuten nach Rom geht, um den Papst zu besuchen. Bei seiner Rückkehr bringt es dann die Ostereier mit. Diese werden von den Kindern in die Luft geworfen. Das erste, das auf den Boden fällt, verliert. In manchen Gegenden Frankreichs halten die Kinder auch nach einer Kutsche Ausschau, die, gezogen von vier weißen Pferden, gefüllt mit Eiern ist.


== Schweiz =

Sie hat so viele Oster - Traditionen wie Kantone, deshalb hier nur die wichtigsten Beispiele.

Im Westen des Landes tragen "Les Pleureuses" (Klageweiber) am Karfreitag die Marterwerkzeuge Christi und das Schweißtuch der Heiligen Veronika durch die Straßen. Die Städte hallen von Gebeten und Gesängen wieder.

Im Wallis dagegen wird in den Dörfern Brot, Käse und Wein verteilt. Man durfte früher am Karfreitag nur barfuss auf die Straße gehen, um die Erde nicht zu stören. Heutzutage ziehen die Waliser kurz vor Sonnenaufgang am Ostermontag in kleinen Prozessionen auf die nahe gelegenen Hügel. Sie begrüßen die Sonne, Symbol für die Auferstehung Christi, mit einem Tanz. Gelenkige Landsleute machen drei Purzelbäume. In einigen Gegenden versucht man, mit einem Wasserbassin, die Reflexion der tanzenden Sonnenstrahlen einzufangen.

In Bern kommen Jung und Alt am Ostersonntag auf dem Kornhausplatz in der Altstadt zum "Eiertütscha" zusammen. In dem Wettstreit werden die Ostereier aneinander geschlagen - das standhafteste gewinnt.





== Spanien =

In Spanien geht man am Ostersonntag in die Ostermesse. Dabei tragen die Jungen einfache Palmwedel und die Mädchen mit Süßigkeiten und anderem Zierrat geschmückte Palmwedel. Die Palmwedelträger werden dann vom Priester gesegnet.

Außerdem gibt es im gesamten Land Osterprozessionen, die bekannteste findet in Sevilla statt. Vor der Kirche im Palma de Mallorca wird am Ostersonntag die Passionsgeschichte nachgespielt.

Jedes Jahr am Gründonnerstag um 22.00 Uhr finden auf der Plaça Major in Verges die Passionsspiele statt. Dort tanzen Männer als Skelette verkleidet. Anschließend bewegt sich der spektakulär berühmte Totentanz als Prozession durch die Gassen des Örtchens.




== Italien =

In Italien isst man traditionell eine „Ostertorte“, einen salzigen Kuchen mit gekochten Eiern und Spinat, oder "Ostertaube" ("Paloma di Pasqua"). Dieser Kuchen ähneln dem Gugelhupf. In vielen Orten gibt es Karfreitags eine Prozession, bei der das Kirchenkreuz durch die Straßen getragen wird. Die dunkel gekleideten Teilnehmer schreiten langsam durch die Gassen, die Straßenlaternen sind ausgeschaltet, überall brennen Kerzen. Menschen und Kirchenglocken schweigen. Die Auferstehung wird am zweiten Osterfeiertag bei einem Ausflug mit Freunden oder der Familie gefeiert: "Pasquetta".



== Griechenland =

Das griechisch - orthodoxe Osterfest wird meist eine Woche nach unserer Feier begangen (ab Donnerstag). Die Ostereier bemalt man rot und bewahrt sie bis Samstagabend auf. Zur Samstagabendmesse bringen die Gläubigen brennende weiße Kerzen mit. Um Mitternacht werden alle Kerzen - bis auf eine - gelöscht. Die noch brennende Kerze symbolisiert die Auferstehung Christi. Das brennende Licht, das Leben, wird dann von dieser Kerze an die anderen weitergegeben.



== England =

In England werden zu Ostern Weidenkätzchenzweige gesammelt und die Menschen tätscheln sich damit gegenseitig. Dies soll Glück für das nächste Jahr bringen.

In dem Örtchen Olney gibt es zu Ostern einen besonderen Brauch. Am Gründonnerstag, dem 'Pancake Thursday', findet seit 500 Jahren ein Pfannkuchenrennen statt.



== Schottland =

In Schottland werden überall auf den Hügeln der Highlands Osterfeuer entzündet. Dieser Brauch stammt noch aus der keltischen Zeit, als man zu dieser Zeit Frühlingsfeste feierte.


== Wales =

In Wales findet am Palmsonntag traditionell das 'Gymansa Ganu' statt. Zu diesem Gesangswettstreit treffen sich Kirchenchöre aus ganz Wales und es werden Gastdirigenten eingeladen.



== Irland =

In Irland ist der Karfreitag ein sehr ruhiger Tag. Viele Menschen essen nichts bis zum Mittag und früher war es Brauch, nur barfuß auf die Straße zu gehen. Es wurde auch kein Tier geschlachtet, kein Holz verbrannt oder verarbeitet und auch kein Nagel eingeschlagen. Am Ostersamstag werden hunderte Kerzen an der vom Priester gesegneten großen Kerze entzündet. Ostersonntag wird ein ruhiges Mahl, meistens bestehend aus Lauchsuppe und Lamm, zu hause gegessen.

Dort werden an Ostern – nach dem Ende der Fastenzeit - traditionell Tanzwettbewerbe auf den Straßen ausgetragen. Der Sieger bekommt einen Kuchen.

Auch ein skurriler Osterbrauch findet am Ostersonntag an manchen Orten Irlands statt. Es finden symbolische Heringsbegräbnisse statt. Die Heringe werden zu Grabe getragen als Zeichen dafür, dass die strenge Fastenzeit, an der Heringe eine Hauptmahlzeit sind, nun zu Ende ist. Nicht selten werden diese Heringsbegräbnisse vom örtlichen Metzger initiiert. Wahrscheinlich sind sie froh, dass wieder Wurst und Fleisch gekauft wird.


== Schweden =

In Schweden wird Påsk (Ostern) sehr ruhig und besinnlich gefeiert. Bis vor kurzem galt es als unpassend, Taufen oder Hochzeiten zu feiern. Auch die Kinos hatten bis vor wenigen Jahren am Karfreitag geschlossen. Die Wohnungen werden mit Birkenzweigen und bunten Federbüschen geschmückt.

Am Gründonnerstag ziehen Mädchen und Jungen mit Kopftüchern und mit langen Röcken als 'Osterweiber' ("Påskäring") verkleidet von Haus zu Haus und hinterlassen so genannte 'Osterbriefe' und erhoffen sich als Gegenleistung Süßigkeiten oder Geld. Durch die langen Kleider hat der Ostersamstag auch den Namen „langer Samstag“.

Die Großen schmücken ihre Wohnungen mit Birkenreisig und knallig-bunten Federpuscheln.


Die Osterfarbe ansonsten ist gelb und so bringen in Schweden die Osterküken - nicht der Osterhase - die Ostereier.


Mit Feuerwerkskörpern (Westschweden), Lärm und Osterfeuer werden die "bösen" Osterhexen verjagt. Die treffen sich von Gründonnerstag bis zum Ostersamstag am Blåkulla, dem schwedischen Brocken, mit dem Teufel.



== Finnland =

In Finnland schlägt man Freunde und Bekannte am Palmsonntag leicht mit der Birkenrute ("Virpovitsa")auf den Rücken. Diese Ruten sollen an die Palmwedel erinnern, mit denen Jesus bei seinem Einzug nach Jerusalem begrüßt wurde und Glück bringen.

Am Ostersonntag ziehen die finnischen Kinder laut lärmend und mit allem, was zum Krach machen taugt, durch die Straßen Finnlands und verscheuchen den Winter und beenden so die dunkle Jahreszeit.



== Polen =

Im katholischen Polen nimmt Ostern eine besondere Stellung ein. Am Ostersamstag wird ein Korb mit bemalten Eiern, Brot, Kuchen, Salz, Papier und weißen Würsten gefüllt und am Ostersonntag in die Kirche gebracht und dort gesegnet. Die Fastenzeit ist erst vorbei, wenn dieser Korb gesegnet ist.

Eine weitere Ostertradition in Polen ist am Ostermontag der Brauch des gegenseitigen Bespritzens mit Wasser, 'Smingus - Dyngus' genannt. Dieser Brauch, vor dem niemand sicher ist, soll an die Taufe des Prinzen Mieszko I. im Jahre 966 erinnern, der den Polen das Christentum brachte.



== Bulgarien =

In Bulgarien werden die Ostereier nicht versteckt, sondern man bewirft sich gegenseitig mit ihnen. Derjenige, dessen Ei nicht zerbricht, ist der Sieger und soll das erfolgreichste Familienmitglied des kommenden Jahres werden. Eine Variante davon ist es, vor dem Ostermahl die Eier gegeneinander zu schlagen. Ein weiterer Brauch ist es, die Eier nach der Mitternachtsmesse an der Wand der Kirche aufzuschlagen.

Ein anderer weit verbreiteter Osterbrauch in Bulgarien ist es, dass die älteste Frau im Haushalt mit dem ersten rot gefärbten Ei allen Kindern des Hauses über das Gesicht streicht. Dies soll Gesundheit und Stärke verleihen.

Der am weitesten verbreitetste Osterbrauch in Bulgarien ist das Osterbrot. Es wird von unverheirateten Mädchen gebacken und besteht aus Eiern, Zucker und Früchten.



== Rumänien =

In Rumänien werden an Ostern die Häuser geputzt, sich gebadet und neue Kleider angelegt. Dann trifft sich alles in der Nacht mit entzündeten Kerzen in der Kirche. Überall auf den Hügeln und den Feldern werden Osterfeuer entzündet. Nach der Ostermesse strömen die Menschen mit ihren entzündeten Kerzen in die Nacht hinaus.

IT - Quelle:

https://www.theology.de/ (2.4.2026)

= Teil IV - Frieden =


== "Ostermärsche" – Ein Blick zurück =

Den Anfang machen an Ostern 1958 rund 10.000 Menschen in Großbritannien, die mit einem Viertagesmarsch gegen den Einsatz von Atomwaffen demonstrieren.

Die Proteste werden schnell zum Vorbild in ganz Europa. 1960 findet in Norddeutschland der erste Ostermarsch statt.

Kuba - Krise, Vietnamkrieg und die Angst vor einem atomaren Weltkrieg lassen die Märsche bis Ende der sechziger Jahre zu einer Massenbewegung werden.

Auch in der DDR stoßen die Lieder der Bewegung auf Anklang, wurden von der DDR -Führung aber für eigene Zwecke vereinnahmt.

Was als Ablehnung von Atomwaffen begonnen hat, entwickelt sich zu einem breiten Appell, abzurüsten und Konflikte friedlich zu lösen.


IT - Quelle:

IT - Hinweis:

https://www.bpb.de/kurz-knapp/taegliche-dosis-politik/507293/ostermaersche/ (2.4.2026)

== Friedenserziehung =

Friedenslernen in seiner pädagogischen Einschätzung geht von gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen aus, in denen Heranwachsende und Erwachsene aufwachsen und leben.

Stephan GILL war in seiner Analyse von GRIMSCI noch von der Wirtschaftskrise der dreißiger Jahre, dem Zusammenbruch der liberalen Demokratie, dem Aufstieg des Faschismus und dem sowjet - kommunistischen System beeinflusst. Aktuell ist der neoliberale Kapitalismus mächtig und vorherrschend. Von Interesse ist das Fehlen bzw. eine mangelhafte Organisationskraft alternativer Programme von linksgerichteten politischen Strömungen (vgl. GILL 2011, 265).

Gill beschreibt die weltpolitische Lage in ihrer derzeitigen Art und Weise beispielhaft mit der Ausbeutung von Menschen und der Natur, massiven globalen Problemen wie ein rapides Bevölkerungswachstum, die Zerstörung der Biosphäre, dem Klimawandel, hochentwickelten Produktions- und Zerstörungskräften, der Militarisierung des Weltalls, der Blockadepolitik in den Klimaverhandlungen, der Konzerndominanz, der Welternährungskrise und der Privatisierung öffentlicher Güter/Wasser, Boden, natürliche Ressourcen (vgl. GILL 2011, 267).

Wesentlich erscheint bei dieser Analyse die Dominanz ökonomischen Denkens auf das soziopolitische Leben zu sein.

Gefordert ist der Kontext zu Ursprüngen ethisch - moralischer und friedenspädagogischer Lehr- und Lernerfordernisse.

== Kultur des Friedens =

Die beschriebenen Entwicklungen sind Ausgangspunkt von verbesserungswürdigen Perspektiven für eine Friedenspolitik.

Zudem stellt sich die Forderung nach einer einhergehenden Friedenserziehung in Verbindung mit Friedenslernen und einer entsprechenden Politischen Bildung - Ethik, die Wissen und Kompetenzen für die Umsetzung vermittelt (vgl. GRASSE -GRUBER - GUGEL 2008, WULF 2008, WINTERSTEINER 2005/2008/2011).

1 Europäische und internationale Organisationen vermitteln diese Bildungsziele in Programmen und Dekaden für Projekte.

2 Die UNESCO vermittelt eine Kultur des Friedens und der "Global Citizenship Education" (vgl. als Basis WINTERSTEINER/ GROBBAUER/ DIENDORFER/ REITMAIR - JUAREZ 2014). Der Europarat setzt sich vehement seit seiner Gründung für Menschenrechte und Frieden unter Beteiligung der jungen Gesellschaft ein.

3 In der UN - Kinderrechtskonvention ist der Schutz der Kinder, die Beachtung ihrer Meinungen und der Beteiligung in der Gesellschaft festgeschrieben.

4 Im ökumenischen Bereich setzt der Weltkirchenrat Initiativen zur Förderung friedenspolitischer und religiöser Impulse, beispielhaft 2019 in Palästina und Israel.

Aus diesen vier Programmen ergibt sich die Forderung nach einer zeitgemäßen Friedenserziehung und damit einer Friedenskultur. Dies allein wird in einer Welt mit organisierter Friedenslosigkeit wenig nützen.

* Zu beachten sind daher Bedingungen der Sozialisation, inter- und transkulturelle Bedingungen, der Bildung und des alltäglichen Umgangs mit sozialer Gerechtigkeit (vgl. GRUBER 2016, 58-59).

* Friedenserziehung bzw. Friedenslernen ist Lehren und Lernen zu Demokratie und Menschenrechten, demnach gegen Menschenfeindlichkeit, Obrigkeitshörigkeit und Machtmissbrauch.

* Ethisch - moralische Aspekte gehören in sensible Erziehungs- und Lernprozesse, die gesamtgesellschaftlichen Charakter haben.

Im internationalen Kontext erhält das Friedenslernen eine größere Bedeutung. Dies zeigt sich in friedenspädagogischen Interventionen in Nachkriegsregionen in Form eines Rückgangs von Gewalt (vgl. GRASSE - GRUBER - GUGEL 2008).

Damit ergibt sich die Verbindung von Friedenspädagogik und Friedensforschung.

== Aspekte einer Friedensethik =

Die gegenwärtige Rückkehr zu geographischen Kategorien in der internationalen Politik und damit Schwächung internationaler Organisationen erfordert neue Perspektiven der Friedensethik, mit staatlichen Aufgaben, Sicherheit zu garantieren, einem Minimieren von Gewalt, insbesondere im Bildungsbereich Orientierung für politisches Handeln in komplexen Kontexten zu ermöglichen.

Die folgenden Aspekte bedürfen in einem Zeitalter der Unsicherheit einen neuen friedensethischen Kontext, beispielhaft Aspekte militärpolitischer Veränderungen,

* Stärkung des Multilaterismus,

* gewaltfreie Konfliktbearbeitungen und

* Selbst- und Bündnisverteidigung sowie Bündnissolidarität.

Zur Diskussion stehen Präventionsmaßnahmen, zivile Konfliktbearbeitung und militärische Rüstung.

== Friedenspädagogik =

Friedenspädagogik wird im deutschsprachigen Raum zumeist als Theorie der Friedenserziehung verstanden.

* Der Friedenserziehung wird das Praxisfeld zugeordnet. Mitunter wird auch Friedenserziehung als Obergriff von Theorie und Praxis bezeichnet.

* Im angelsächsischen Raum wird die Theorie und Praxis der Friedenserziehung allgemein unter den Begriff "peace education" geführt.

* In jüngster Zeit gibt es weitere Begriffe in der Debatte, um einer sich wandelnden Gesellschaft gerecht zu werden. Dabei werden die Begriffe Friedensbildung und Friedenslernen verwendet.

* Friedensbildung wird aktuell in Deutschland im kirchlichen Bereich verwendet (vgl. DOSCH 2014).

Friedenslernen ("learning peace") als Begriff findet international den Anschluss an peace building - Aktivitäten als Friedenskonsolidierung nach Kampfhandlungen. Damit bezieht man sich auf die Bewältigung der Konsequenzen von Kriegen und Konfliktursachen (vgl. SCHNECKENER 2005, 18-20).

Die Ausweitung des Begriffs als Paradigma einer "Kultur des Friedens" erscheint sinnvoll.










= Zu den Autoren =

Herbert Jenewein

Absolvent Höhere Bundeslehranstalt für alpenländische Landwirtschaft Raumberg (Reifeprüfung), Maturantenlehrgang Lehrerbildungsanstalt Innsbruck (Reifeprüfung)

APS - Lehramt VS - HS - PL ( 1970 - 1975 - 1976), Lehrer an der APS

Absolvent des Instituts für Volkskunde und Europäische Ethnologie/ Universität Innsbruck/ Mag. phil. (2005)

Günther Dichatschek

Absolvent Höhere Bundeslehranstalt für alpenländische Landwirtschaft Ursprung (Reifeprüfung), Maturantenlehrgang Lehrerbildungsanstalt Innsbruck (Reifeprüfung)

APS - Lehramt VS - HS - PL ( 1970 - 1975 - 1976), Lehrer an der APS

Absolvent des Instituts für Erziehungswissenschaft/ Universität Innsbruck/ Dr. phil.(1985)

Absolvent 10. Universitätslehrgang Politische Bildung/ Universität Salzburg - Klagenfurt/ MSc (2008)

Absolvent 6. Universitätslehrgang Interkulturelle Kompetenz/ Universität Salzburg/ Diplom (2012)

Absolvent 4. Interner Lehrgang Hochschuldidaktik/ Universität Salzburg/ Zertifizierung (2016)


Osterzeit 2026    

Brauchtum - Glaube - Frieden    

Herbert Jenewein

Günther Dichatschek

Inhaltsverzeichnis dieser Seite
Osterzeit 2026   
Brauchtum - Glaube - Frieden   
Einleitung   
Teil I - Brauchtum   
Brauchtum in Österreich   
Palmweihe   
Osterbrauch aus Niederösterreich   
Karfreitagsratschen als immaterielles Weltkulturerbe   
Grawirlacheier färben   
Osterbrauch Oberösterreich   
Eierpecken   
Gonesrennen   
Ostern mit der Familie   
Traditionelle Osterrezepte - Osterjause   
Schinken im Brotteig   
Osterfeuer   
Osterbrauch Oberösterreich   
Kunstvolles Eierfärben im Burgenland   
Brauchtum in Tirol   
Kochkunst   
Palmesel   
UNESCO - Kulturerbe   
Osterlamm und Osterzopf   
Osternester und kleine Geschenke   
Eierpecken   
Osterfeuer und Osterputz   
Bunte Ostergräber   
Emmausgang   
Osterbrauchtum Deutschland   
Osterwasser   
Osterfeuer   
Osterkerze   
Ostereier   
Osterhase   
Osterlamm   
Osterlachen   
Teil II Ostern - Kirchengeschichtlich   
Karwoche - Palmsonntag   
Karwoche - Gründonnerstag   
Karwoche - Karfreitag   
Karwoche - Karsamstag   
Osternacht Geschichte und Feier   
Teil III - Brauchtum Europa   
Frankreich   
Schweiz   
Spanien   
Italien   
Griechenland   
England   
Schottland   
Wales   
Irland   
Schweden   
Finnland   
Polen   
Bulgarien   
Rumänien   
Teil IV - Frieden   
"Ostermärsche" – Ein Blick zurück   
Friedenserziehung   
Kultur des Friedens   
Aspekte einer Friedensethik   
Friedenspädagogik   
Zu den Autoren   

Einleitung    

2026 fällt der Ostersonntag auf den 05. April, Ostermontag ist am 06. April 2026. Zusammen mit dem Karfreitag -unterschiedlich in deutschen Bundesländern - in Österreich generell nicht - sind diese Tage gesetzliche Feiertage.

Die Christen nennen die Woche vor Ostern auch "Karwoche". Das Wort ist abgeleitet vom althochdeutschen Wort "kara" = Trauer, Klage. Die Karwoche beginnt am Palmsonntag und endet am Karsamstag.

Die Christen denken in dieser Zeit an Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu. Die Osterzeit dauert fünfzig Tage bis zum Pfingstfest.

Teil I - Brauchtum    

Brauchtum in Österreich    

Osterbräuche in Österreich sind traditionelle Rituale rund um das Osterfest. Zu den bekanntesten gehören das Ratschen in der Karwoche, das Osterfeuer, das Färben von Ostereiern und die gemeinsame Osterjause mit Schinken und Kren.

Palmweihe    

Die Palmweihe ist ein kirchlicher Osterbrauch, den man überall in Österreich begeht. Dabei werden am Palmsonntag Palmbuschen oder Palmkätzchen mit Weihwasser gesegnet.

Osterbrauch aus Niederösterreich    

Im Mostviertel bringen die Taufpaten ihren Schützlingen um die Osterfeiertage das Godnküpfi vorbei aus Hefeteig, geflochten in Form eines Kipferls und mit einer Münze gespickt – so will es die Tradition.

Karfreitagsratschen als immaterielles Weltkulturerbe    

Karfreitag und Karsamstag wird vielerorts geratscht, was das Zeug hält. Das geschieht, um das Schweigen der Kirchenglocken auszugleichen, die der Überlieferung nach gen Rom geflogen sind.

Dieser beliebte Osterbrauch Österreichs zählt übrigens mittlerweile zum immateriellen Weltkulturerbe.

Grawirlacheier färben    

Im Salzbauer Lungau färbt man die Eier auf ganz besondere Weise. Kerbelkraut, Krokus und Zwiebelschalen kommen auf ein Leintuch. Darauf wird ein gekochtes Ei gelegt, das Ganze fest eingewickelt und zugebunden.

Nach einigen Minuten in Farbe entstehen besonders schöne Muster.

Als Ostertradition werden Ostereier mit Zwiebelschalen gefärbt. So färbt man Ostereier natürlich.

Osterbrauch Oberösterreich    

Wunderbar skurril mutet ein beliebter Osterbrauch Oberösterreichs an. Zu Ostern wird alles versteckt, was Räder hat. Ob Fahrrad, Scheibtruhe oder Moped – nichts ist sicher.

Eierpecken    

Eierpecken gehört zu jenen Osterbräuchen Österreichs, die Jung und Alt erfreuen. Erst werden Ostereier gesucht, danach in alter Wettkampfmanier gegeneinander geschlagen. Wessen Ei ganz bleibt, der gewinnt.

Gonesrennen    

Fangenspielen für Erwachsen als Osterbrauch aus dem Lungau macht es möglich. Pärchen laufen Seite an Seite, während der Gones (Gänserich) versucht, sie auseinander zu bringen, um die Frau für sich zu gewinnen.

Ostern mit der Familie    

Ostermenü, Osterjause, Osteressen, Ostereier, Kren, geweihtes Osterfleisch und Osterfleisch in einer "guten Küche".

Traditionelle Osterrezepte - Osterjause    

Zu Ostern kommen Familie und Freunde zusammen. Dabei darf ein Festtagsessen mit Schinken im Brot oder dem süßen Osterlamm nicht fehlen.

Zur Osterjause reicht man in Kärnten traditionell den Reindling: ein mit Zucker, Zimt, Rosinen und Nüssen gefüllter Kuchen aus Germteig.

Schinken im Brotteig    

Schinken, knusprig im Brotteig gebacken, ist ein traditionelles Gericht, das in weiten Teilen Österreichs zu Ostern aufgetischt wird. Der saftige Schinken symbolisiert das Ende der Fastenzeit.

Osterfeuer    

In vielen Gemeinden Österreichs entzündet man jedes Jahr das traditionelle Osterfeuer.

Es symbolisiert die Sonne, vertreibt den Winter und soll Fruchtbarkeit und reiche Ernte bringen.

Osterbrauch Oberösterreich    

In Ebensee wird am Aschermittwoch der Fasching stilecht in Form einer Fetzenpuppe verbrannt. Das läutet die vierzigtägige Fastenzeit ein.

Kunstvolles Eierfärben im Burgenland    

Osterbräuche in Österreich haben oftmals mit Eiern zu tun – so auch im burgenländischen Stinatz, das für seine Kratzkunst bekannt ist. Gefärbte Eier erhalten auf diese Weise ganz wunderbare Verzierungen.

IT - Hinweis

https://www.servus.com/a/b/osterbraeuche-aus-oesterreich (2.4.2026)

Brauchtum in Tirol    

Wenn wir in Tirol über den Palmesel lachen, lange Latten durchs Dorf schleppen und Bretzeln backen, dann kann das nur eines bedeuten. Es ist Osterzeit.

Im Folgenden wird auf die wichtigsten Osterbräuche eingegangen.

Kochkunst    

Um innere Reinigung und eine Pause vom Überfluss geht es vielen in der Fastenzeit. Die 40 Tage ohne Fleisch, Alkohol oder Süßigkeiten beginnen mit einer Fastensuppe am Aschermittwoch. Vereine laden gerne zu solchen einfachen Gerichten, um Spenden zu sammeln.

Gegen Ende der Fastenzeit steht am Gründonnerstag dann alles Grüne auf dem Speiseplan wie Salat, junges Gemüse und Kräuter. Alles was im Frühling wieder zu sprießen beginnt, kommt auf den Tisch.

Mit Schnittlauch angerichtete Brennsuppe auf gedecktem Tisch und Brennsuppe mit Graukäse und Kartoffeln ist in Teilen Tirols eine beliebte Fastenspeise.

Zwei Tage darauf speist man dann wieder üppiger. Denn je nach Ortschaft darf am Abend des Karsamstags oder am Morgen des Ostersonntags endlich wieder nach Herzenslust zugegriffen werden. Osterschinken mit frischem Kren, Würste, Osterzöpfe und natürlich Ostereier schmecken dann umso besser.

Palmesel    

Der Palmsonntag ist Auftakt zu den Feierlichkeiten rund um Ostern, und Aufgeweckte genießen gleich in der Früh einen fröhlichen Brauch. Sie dürfen den, der als letzter aufwacht, „Palmesel“ nennen. Die Pflanzerei – wie man in Tirol sagt – ist aber meist gleich wieder vergessen, weil die Vorfreude auf die Prozession überwiegt.

Mädchen tragen bei den Prozessionen traditionell einen Palmbuschen, Buben eine Palmlatte, die aus Ölzweigen und Palmkätzchen gebunden und mit bunten Bändern und süßen Bretzeln geschmückt sind.

In Thaur wird ganz vorne der hölzerne Christus auf dem Esel über die Feldwege gezogen, in Imst wird ein Wettbewerb um die längste Palmlatte ausgetragen. Die Stangen können schon einmal 35 Meter lang werden und müssen deshalb von bis zu 30 Burschen getragen werden. Palmbuschen und -latten werden geweiht und danach sorgfältig aufbewahrt. Sie sollen Haus und Hof nämlich das ganze Jahr vor Blitzschlag und Feuer schützen.

UNESCO - Kulturerbe    

Wer in der Karwoche schon einmal in Tirol war, hat vielleicht Kinder mit hölzernen „Ratschen“ gesehen und sich über den knarrenden Lärm dieser Instrumente gewundert. Sie ersetzen die Kirchenglocken, die während der Messen am Gründonnerstag und Karfreitag nicht geläutet werden dürfen.

Erst die Auferstehungsfeier am Karsamstag beendet die Ruhepause, dann werden auch das Feuer, das Taufwasser und heilige Öle geweiht. Seit 2015 darf sich der Lärmbrauch offiziell "immaterielles Kulturerbe" der UNESCO nennen.

Das Instrument "Ratschen" macht einen knarrenden Lärm. Ratschen statt Glockenläuten heißt es in der Karwoche.

Osterlamm und Osterzopf    

Ostern und Allerheiligen sind in Tirol die Daten, an denen die Paten – je nach Region Get und Goti, Teít und Touta oder God und Godn genannt – ihre Patenkinder beschenken.

Oft gehört zu diesen Gaben auch ein Osterzopf aus Germteig oder ein Osterlamm aus Rührteig, die am Karsamstag gebacken werden und das Sonntagsfrühstück versüßen. Ihre Formen haben religiöse Bedeutung.

Osternester und kleine Geschenke    

Ostereier sind bunt. Der Grund liegt in der Haltbarkeit. Die Eier, die man in der Fastenzeit nicht essen durfte, wurden hartgekocht und – zeitlich gestaffelt – gefärbt. So wusste man, welche zuerst gegessen werden mussten.

Künstlerische Freiheit beim Eierfärben hielt erst mit der Erfindung des Kühlschranks Einzug. Tiroler Familien sammeln sich um Herd und Küchentisch, tauchen Eier ins Farbbad oder bemalen sie mit Pinsel und Wasserfarbe. In der Nacht zum Ostersonntag werden die kleinen Kunstwerke dann in Haus und Garten für die Kinder versteckt – gemeinsam mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken.

Eierpecken    

Beim „Eierpecken“ werden im direkten Duell zwei Ostereier an der Spitze mit einem kurzen, festen Stoß aufeinandergeschlagen. Das kaputt gegangene Ei muss dem Sieger übergeben werden. Es gibt wahre Könner auf dem Gebiet, und wenn man eine Chance haben will, muss man drei Grundregeln beachten.

- Kleine Eier sind besser als große.

- Spitze Eier sind besser als runde.

- Auf die richtige Haltung kommt es an.

Wer die bessere Technik und die robustere Schale hat, gewinnt das Eierduell.

Osterfeuer und Osterputz    

Als Symbol für die Auferstehung Christi entzündet man in manchen Gegenden Tirols am Abend des Karsamstags große Osterfeuer. Eine Theorie ist, dass der Brauch auf die heidnischen Frühlingsfeuer zurückgeht. Vor allem im Zillertal sind die Feuer aus Baum- und Strauchschnitt ein fixer Bestandteil des Osterfestes - solange es das Wetter zulässt. Bei Trockenheit sind die Feuer wegen der Brandgefahr verboten.

Nach einem langen Winter wird das Haus von oben bis unten durchgeputzt, damit pünktlich zu Ostern alles in der Frühlingssonne blitzt.

Bunte Ostergräber    

Die Menschen in Tirol haben eindeutig einen Hang zum Ausschmücken. Der Brauch stammt aus dem 17. Jahrhundert und sollte dem Kirchenvolk - welches oft nicht lesen und schreiben konnte -den Tod und die Auferstehung Christi veranschaulichen. Geschmückt werden die Gräber meist mit bunten, mit Wasser gefüllten und beleuchteten Glaskugeln.

In Breitenwang, Lienz, Nauders oder Patsch werden traditionell Heilige Gräber aufgebaut, bestehend aus Kulissen, Vorhängen und Figuren. In anderen Orten sind die Tücher zum Verhängen des Altars mit Szenen aus der Passion bemalt und wieder andere stellen Fastenkrippen auf, eine österliche Variante der Weihnachtskrippe. Besonders hübsch ist die mechanische Krippe in Telfs - Moritzen, die in das Heilige Grab integriert ist.

Bunte Glaskugeln sind typisch für die Tiroler Ostergräber, etwa in in der Wallfahrtsbasilika Mariathal.

Emmausgang    

Nach dem Essen sollst du ruh‘n oder tausend Schritte tun. In Tirol hat man sogar dafür einen eigenen Brauch, den Emmausgang am Morgen des Ostermontags. Er erinnert an den Weg der Jünger nach Emmaus, auf dem sich ihnen Jesus nach der Auferstehung unerkannt anschloss.

Mitunter wird dabei gebetet und gesungen, viele genießen aber einfach einen ausgedehnten Spaziergang in der Frühlingssonne.

IT - Quelle:

https://www.tirol.at/aktivitaeten/brauchtum-traditionen/osterbraeuche (2.4.2026)

Osterbrauchtum Deutschland    

Osterwasser    

Der Ursprung des Osterwassers liegt in heidnischer Zeit. Das Wasser gilt als Ursymbol des Lebens und der Fruchtbarkeit und wurde bei den Germanen zum Gedenken an die Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt. In den Jahrhunderten nach Christus wurde es als Symbol für das Leben mit Ostern in Zusammenhang gebracht. So wurde schon seit dem zweiten Jahrhundert das Taufwasser nur zwei Mal im Jahr geweiht, nämlich in den Nachtfeiern von Ostern und Pfingsten.

Nach dem Volksbrauch muss das Osterwasser in der Nacht von Samstag auf Ostersonntag zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang aus einem Bach geschöpft und schweigend nach Hause getragen werden. Es soll ein ganzes Jahr lang Augenleiden, Ausschlag und andere Krankheiten heilen, für ewige Jugend und Schönheit sorgen. Da es ein Symbol der Fruchtbarkeit ist, schöpfen die jungen Mädchen schweigend Wasser gegen den fließenden Strom. Das Schweigen darf nicht gebrochen werden, damit das Wasser seine Segens- und Heilskraft behält. Es darf auch kein Wassertropfen verloren gehen oder im Heim des Mädchen auslaufen. Das Vieh soll vor Krankheiten geschützt werden, wenn es am Ostermorgen in die Bäche getrieben wird. Nach dem Volksglauben werden Kinder, die mit Osterwasser getauft wurden, besonders intelligent. Das heilige Wasser soll nun ein ganzes Jahr vor Krankheiten, Unglücken oder ähnlichen Ereignissen bewahren. In verschiedenen Regionen Deutschlands wird aus Dankbarkeit zum lebensspendenden Wasser noch heute der Brunnen im Dorf geschmückt und mit Osterschmuck verziert.

Osterfeuer    

Auch die Tradition des Osterfeuers reicht in die vorchristliche Zeit zurück. Das Feuer ist schon im Altertum den Menschen und Göttern heilig gewesen. Die sechs Vestalinnen (altrömische Priesterinnen der Vesta) hatten dafür zu sorgen, dass niemals das heilige Feuer ausging. Bereits im Altertum war das Feuer heilig. Mit Frühlingsfeuern wurde in heidnischer Zeit die Sonne begrüßt, die als Mittelpunkt des Lebens galt. Dieser Kult sollte Fruchtbarkeit, Wachstum und die Ernte sichern. Die Bedeutung der Frühlingsfeuer wurde im 8. Jahrhundert in Frankreich auf den christlichen Glauben übertragen. Der Sieg über den Winter und das Erwachen nach einer langen kalten Zeit wurden auf die Auferstehung Jesu umgedeutet, der als Licht der Welt die Finsternis erhellt.

Die Entzündung des heiligen Osterfeuers ist ein zentrales Ereignis für die Christen. Das Feuer wird am Samstag vor Ostern vor der Kirche entfacht und geweiht. Daran wird die Osterkerze entzündet, die dann in feierlicher Prozession mit dreimaligem Singen des «Lumen Christi» (Licht Christi) in die noch dunkle Kirche getragen wird. In der Osterkerze, die im 4. Jahrhundert nach Christus Eingang in den christlichen Glauben fand, vereinigen sich griechische, jüdische, römische und christliche Lichttradition. Als Symbol des Lebens steht das Licht bei den Christen für den auferstandenen Jesus und damit für das ewige Leben. Das Feuer wird am Samstag vor Ostern, am Beginn der Liturgie in der Osternacht vor der Kirche entzündet und geweiht. An der Osterkerze werden deshalb auch die Taufkerzen entzündet. In zahlreichen Gemeinden werden am Abend des Ostersonntags große Osterfeuer abgebrannt, die wiederum mit der Osterkerze entzündet werden.

Am Osterfeuer wird die Osterkerze entzündet, die dann in feierlicher Prozession mit dreimaligem Singen des "Lumen Christi" (Licht Christi) in das noch dunkle Gotteshaus getragen wird. Als altes Brauchtum wird heute noch in zahlreichen Städten und Gemeinden in Deutschland von Jungen Holz, Reisig oder ähnliches Brennbares gesammelt und zum großen Osterfeuer aufgeschichtet.

Osterkerze    

In der Osterkerze vereinigen sich die griechische, jüdische, römische und christliche Lichttradition. Das Licht gilt als Zeichen des Lebens. Die Osterkerze und die Lichtfeier zu Beginn der Liturgie haben ihre frühesten Wurzeln in der Sitte der alten Kirche, die Osternacht mit zahlreichen Kerzen zu erhellen. Zusätzlich gab es in der Stadt Rom den Brauch, die Osternachtsfeier mit zwei mannshohen Kerzen zu erleuchten.

Im christlichen Glauben ist die Osterkerze im 4. Jahrhundert nach Christus entstanden. In Piacenza wurde eine Osterkerze aus dem Jahre 384 gefunden. Alle Titelkirchen Roms verwandten die Osterkerze ab dem 7. Jahrhundert. Bis zum 10. Jahrhundert hat sie sich in den verschiedenen Regionen der westlichen Welt verbreitet.

Die Osterkerze symbolisiert den über Tod und Sterben siegenden auferstandenen Jesus Christus. Der Brauch, die Osterkerze an alle Kirchenbesucher weiterzugeben ist in Jerusalem als uralt bezeugt.

Ostereier    

Der Brauch, zu Ostern Eier zu verschenken, hat verschiedene Ursprünge. Das Ei galt bereits früh in der Kulturgeschichte als Ursprungsort des Menschen oder gar des Universums. Bereits in der Urchristenzeit war es Sinnbild des Lebens und der Auferstehung, so dass in das Grab von Toten ein Ei mitgegeben wurde. Das Ei hält etwas verborgen, ist wie ein verschlossenes Grab. Aus einem scheinbar toten Körper schlüpft schließlich etwas Lebendiges. Damit wird die Beziehung zur Auferstehung Christi deutlich.

Auch die Frage nach der Ewigkeit kann durch die Form des Eies - ohne Anfang und Ende - und die Frage, ob zuerst Ei oder Huhn war, gedeutet werden. Daneben war das Ei im Mittelalter eine Berechnungseinheit für Pacht und Zins. An Ostern als feststehendem Zahlungstermin wurden als Gegenleistung für gepachtetes Land den Grundherren Eier überreicht. Zudem war während der Fastenzeit auch der Genuss von Eiern untersagt. Bis zum Osterfest, das die Fastenzeit beendet, sammelten sich somit viele Eier an.

In Ägypten sind seit mehr als 1.000 Jahren farbige Eier bekannt. In der westlichen Welt ist seit dem 13. Jahrhundert Rot die traditionelle Farbe für das Ei. Es ist die Farbe des Blutes Christi, des Lebens, des Sieges und der Lebensfreude. In Osteuropa findet man eher goldfarbene Eier, als Zeichen der Kostbarkeit. Bis heute gibt es regional viele verschiedene Grundfarben für das Osterei, die aus verschiedenen Bedeutungen heraus erwachsen sind. Der Fund eines bemalten Eies aus dem vierten Jahrhundert nach Christus lässt auf eine alte Tradition des Eierbemalens schließen.

Osterhase    

Die Verbindung des Hasen mit Ostern hat verschiedene Ursachen: So ist in der byzantinischen Tiersymbolik der Hase ein Symbol für Christus, der im Tod das Leben gebracht hat: Da er keine Augenlider hat, schläft er mit »offenen Augen«. Zum anderen gilt der Hase wegen seiner starken Vermehrung mit bis zu 20 Jungen im Jahr als Symbol der Fruchtbarkeit und der Zeugungskraft, was zum Fest der Auferstehung und des Lebens passt. Das Bild des Hasen wurde dem Osterbrot aufgeprägt, in das ein Ei eingebacken war. So entstand die Vorstellung vom Hasen, der Eier legt.

Der Hase war im Volksglauben allerdings nicht der einzige Überbringer der Ostereier. In Westfalen oder Hannover fiel diese Aufgabe lange dem Fuchs zu, in der Schweiz dem Kuckuck, in Schleswig - Holstein, Oberbayern und Österreich dem Hahn, in Thüringen dem Storch.

Der Osterhasenbrauch entstand vor mehr als 300 Jahren in der Pfalz, dem Elsass und am Oberrhein. Erste Belege aus dem Jahre 1678 sind von Georg Franck von Franckenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg, überliefert. Erst im 19. Jahrhundert setzte sich der Glaube an den Osterhasen generell durch. Dies gelang allerdings früher bei den Stadtkindern, denn bei der Landbevölkerung war wegen besserer Kenntnisse über die Hasen mehr Überzeugungskraft nötig, um an den Osterhasen zu glauben.

Aus weltlicher Sicht, galt der Gründonnerstag als Abgabe- und Zinstermin für Schuldner an die Gläubiger. Einerseits ist überliefert, dass die Gläubiger in Eiern oder Hasen bezahlt wurden, siehe das Haushaltsbuch eines Speyrer Domherrn. Eine zweite Überlieferung sagt aus, dass der Schuldner bei Bezahlung seiner Schulden ein freier Mann ist, der mit einem Hasen verglichen wurde, der nicht vom Hund gehetzt wird.

Auch die Terminierung des Osterfestes lässt eine Verbindung zum Hasen zu. Das Osterfest wird am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert und der Hase gilt als Mondtier.

Auch die christliche Deutung aus dem Psalm 104, 18 ist möglich. In der Übersetzung wird von Klippdachsen gesprochen, jedoch findet man in alten Übersetzungen auch die Wörter Hase oder Kaninchen. In Byzanz war der Hase in der Tiersymbolik ein Symbol für Christus.

Osterlamm    

Zum christlichen Osterfest gehört auch das Osterlamm. Entstanden ist das Osterlamm aus dem Ritual der Juden zum Passahfest ein Lamm zu schlachten und zu verspeisen.

Dabei wird das Lamm zum Gedenken an Gott geschlachtet. Im Christentum wurde das Tier symbolisch zum Lamm Gottes und wird, versehen mit der Fahne als Zeichen des Sieges, als Symbol des Lebens verstanden. Mit seinem weißem Fell ist es daneben auch ein Symbol für Reinheit und friedliche Lebensweise und soll damit als Zeichen des Friedens dienen und eine friedliche Lebensweise anmahnen. In der Gegenwart findet es sich aber meistens als Osterlamm auf der Speisekarte. Als Backwerk aus Rührteig bildet es außerdem reich verziert oft den Mittelpunkt des Ostertisches.

Osterlachen    

Die Osterpredigt hatte früher auch das Ziel die Hörer nach der Zeit des Leidens und des Gedächtnisses des Leidens zum Lachen zu bringen ("risus paschalis").

Das Osterlachen ist eine faszinierende und etwas in Vergessenheit geratene Tradition, die ihren Ursprung im Christentum hat und besonders in der Zeit vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert in vielen europäischen Ländern verbreitet war. Diese einzigartige Praxis fand während der Ostermesse statt und zielte darauf ab, die Freude über die Auferstehung Jesu Christi auf eine lebhafte und unkonventionelle Weise zum Ausdruck zu bringen.

Der Kern des Osterlachens bestand darin, dass der Priester oder Prediger während der Predigt am Ostersonntag humorvolle Anekdoten, Witze oder sogar satirische Kommentare einfließen ließ, um die Gemeinde zum Lachen zu bringen. Das Lachen war nicht trivial oder respektlos gemeint, sondern sollte die überwältigende Freude und das Glück über den Sieg Jesu über den Tod symbolisieren. Es war ein Lachen, das die Befreiung von Sünde und Tod und die Erneuerung des Lebens feierte.

Die Praxis des Osterlachens spiegelte eine tiefe theologische Überzeugung wider: Dass durch die Auferstehung Jesu der Tod besiegt wurde und die Christenheit Grund zur Freude hat. Dieser freudige Aspekt des Osterglaubens wurde durch das gemeinsame Lachen in der Gemeinschaft verstärkt und machte die Botschaft von der Hoffnung und Erneuerung, die Ostern bietet, auf eine sehr menschliche und zugängliche Weise erlebbar.

Mit der Zeit geriet die Tradition des Osterlachens jedoch in Vergessenheit und wurde von der Kirche zunehmend weniger gefördert. Gründe dafür waren unter anderem die Sorge um die Würde des Gottesdienstes und die Befürchtung, dass die humorvollen Elemente die heilige Ernsthaftigkeit des Anlasses untergraben könnten. Trotz dieser Entwicklungen bleibt das Osterlachen ein faszinierender Aspekt der christlichen Kulturgeschichte, der uns daran erinnert, dass Freude und Humor essentielle Bestandteile der menschlichen Erfahrung sind – selbst in der Feier der tiefsten Mysterien des Glaubens.

Heute erlebt das Osterlachen in einigen Gemeinden eine Art Renaissance, da die Kirchen nach Wegen suchen, die Botschaft von Ostern auf frische und lebensbejahende Weise zu vermitteln. Das Osterlachen erinnert uns daran, dass im Herzen des christlichen Glaubens nicht nur Hoffnung und Erneuerung stehen, sondern auch eine tiefe, befreiende Freude, die es wert ist, geteilt und gefeiert zu werden.

IT - Quelle:

https://www.theology.de/kirche/kirchenjahr/osterbraeucheindeutschland.html (2.4.2026)

Teil II Ostern - Kirchengeschichtlich    

Ostern ist anfangs in der christlichen Kirche an jedem Sonntag gefeiert worden. Schon 1Kor 16, 2 und Apg 20, 7 heben den "ersten Tag der Woche" heraus. Die erstmalig Apk 1, 10; Ign Magn 9, 1; Did 14, 1 begegnende Bezeichnung "Herrentag" zeigt, dass der Sonntag als Tag der Auferstehung Jesu gefeiert wurde.

Wie es zu einer Jahresfeier von Ostern kam, ist bis heute in vielem dunkel. Gleichwohl dürften die neueren Forschungen gezeigt haben, dass das Passafest der Quartadezimaner sehr viel älteren Datums ist als Ostern und in manchem für die Ausgestaltung des Osterfestes bestimmend geworden ist.

Alle wesentlichen Momente des quartadezimanischen Passafestes begegnen auch beim Osterfest, freilich z. T. unter Umgestaltung oder neuer Sinngebung. Über die Einführung des Osterfestes darf daher folgende Vermutung gewagt werden. Nach Irenäus (Euseb, h. e. V, 24, 14) ist Ostern seit der Zeit Sixtus I. (um 115) in Rom gefeiert worden. Es gibt kein Zeugnis, dass Ostern anderswo früher gefeiert wäre.

Demnach ist das Osterfest wahrscheinlich Anfang des 2. Jh. in Rom geschaffen worden. Der Grund dafür dürfte gewesen sein, dass man sich stärker, als die Quartadezimaner es taten, von der Verbindung mit dem Judentum lösen und ein rein heidenchristliches Fest feiern wollte, zumal es in Rom selbst eine Gemeinde der Quartadezimaner gab.

Wegen der verschiedenen Praxis des Passa- bzw. Osterfestes kam es bald zu Streitigkeiten. Erstmalig verhandelten Anicet von Rom und Polykarp von Smyrna um 155 darüber, doch ohne Ergebnis. Beide Seiten blieben bei ihrer Praxis. Viktor von Rom (189-198) versuchte, einen einheitlichen Brauch herzustellen. Zwar hat er nicht die kleinasiatischen Quartadezimaner exkommuniziert (gegen Euseb), wohl aber wollte er die römische Gemeinde der Quartadezimaner seiner Autorität unterstellen. Trotz einiger Proteste, auch von Irenäus, konnte Viktor sich in Rom durchsetzen. Die Folge war, dass das quartadezimanische Passafest mehr und mehr zurückging und das heidenchristliche Ostern weiter vordrang.

Gleichwohl mussten sich noch die Synoden von Arles 314 und Nicäa 325 mit der Frage des Osterfestes befassen. Nunmehr wurden die Quartadezimaner exkommuniziert und dem Osterfest zur alleinigen Anerkennung innerhalb des Römischen Reiches verholfen. Freilich war damit noch kein einheitlicher Ostertermin erreicht. Während die Quartadezimaner wie die Juden den 14. Nisan einhielten, beobachtete man bei dem heidenchristlichen O. den auf diesen folgenden Sonntag.

Da jedoch Rom und Alexandrien einen verschiedenen Osterzyklus zugrunde legten, kam es auch nach Nicäa wiederholt zu Differenzen wegen des Datums für Ostern. Sie wurden erst durch Dionysius Exiguus ( ca. 545) beigelegt, der dem 19jährigen alexandrinischen Zyklus in Rom Eingang verschaffte, wodurch der 84jährige röm. Zyklus verdrängt wurde. Im 7. Jh. kam es noch zwischen Rom und Irland zu einem Osterstreit. Die Iren, die ursprünglich wohl Quartadezimaner gewesen waren, später aber einem älteren röm. Zyklus folgten, unterwarfen sich auf der Synode zu Whitby 664 dem römischen Ritus.

Was den Festinhalt betrifft, so bedeutete Ostern eine neue Sinngebung des urchristlichen Passa. Während bei den Quartadezimanern stellvertretendes Fasten für die Juden und die Erwartung der Parusie im Mittelpunkt ihres Festes standen, galt Ostern dem Gedächtnis der Auferstehung. Schon im 2. Jh. ging ein allerdings verschieden langes Fasten Ostern vorauf. Es wurde durch die nächtliche Feier der Eucharistie beendigt.

IT - Quelle:

https://www.theology.de/ (2.4.2026)

Karwoche - Palmsonntag    

Mit dem Palmsonntag (lateinisch dies florum, dies palmarum), danach volkstümlich im evangelischen Bereich Palmarum, auch Palmtag genannt, beginnt die Karwoche. An diesem Sonntag wird besonders des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht: Palmen (in unseren Breiten in der Regel Buchsbaum) werden gesegnet. In einer feierlichen Prozession wird das Kreuz (Jesus) in die Kirche hineingetragen, begleitet von Messdienern (und oft auch Kindern), die in ihren Händen die frisch geweihten Buchsbaumwedel tragen. Im Anschluss an den Gottesdienst nehmen die Gläubigen "Palmzweige" mit nach Hause und stecken sie hinter die im Haus befindlichen Kreuze oder auch Weihwasserkessel.

Das Neue Testament berichtet davon, dass Jesus auf einem Esel in die Stadt eingezogen ist. Die Bevölkerung sah in ihm den gekommenen Messias, den Wundertäter, den Retter. Sie jubeln ihm zu, breiten ihre Umhänge über die Straße und winken Jesus jubelnd ("Hosanna!") zu. Es sind die gleichen, die wenig später schreiend von Pilatus verlangen werden, diesen Verräter zu kreuzigen und statt seiner lieber den politischen Terroristen Barrabas freizulassen. Nachzulesen bei Matthäus 21,1 ff, bei Markus 11,1 ff, bei Lukas 19,28 ff oder Johannes 12,12 ff.

Auf diese Begebenheit geht unser Palmsonntag zurück. Er ist untrennbar mit der darauffolgenden Passionswoche verbunden, welche für den christlichen Glauben eine zentrale Bedeutung hat, weil sie an den Tod und die Auferstehung von Jesus Christus erinnert.

Das alte Frühlingsbrauchtum mit wachstumsfördernden und unheilabwendenden Motiven, hat sich durch eine Verchristlichung mit solchen des österlichen Sieges Christi am Palmsonntag verbunden.

Seit dem 4. Jahrhundert wird im byzantinischen Liturgiebereich des Einzugs Jesu in Jerusalem in Form einer Prozession gedacht. Durch ein irdisches Missale ist die Palmweihe am Palmsonntag im 7. Jahrhundert bezeugt. In Deutschland verbreitete sich die Palmsonntags - Prozession erst im 11. und 12. Jahrhundert. Die Palmen stehen dabei als Symbol für den Einzug Jesu und dessen Huldigung. Der Umzug mit einem Palmesel war weit verbreitet. Der zelebrierende Priester erhielt bei der Kreuzverehrung vor der Kirche zum dreimaligen Gesang des " percutiam pastorem" drei Streiche mit einer speziellen Palmrute, worauf die Chorsänger die Antiphon "pueri Hebraeorum" anstimmten.

Da in Deutschland und Österreich keine echten Palmen zur Verfügung stehen, verwendet man am Palmsonntag stattdessen hiesige Grünzweige: Buchsbaum, Weidenkätzchenbüschel oder auch Wacholder.

Am Palmsonntag beginnt die hl. Messe mit einer Palmweihe. Im Gedenken an Jesu wird in einer feierlichen Palmprozession das Kreuz in die Kirche getragen, begleitet von Messdienern, Kindern und der Gemeinde, die in ihren Händen Buchsbaumzweige halten.

Erstmals in der Karwoche wird am Palmsonntag die Passion Jesu, das Leiden und Sterben des Herrn, verkündigt. Die Liturgie dieses Sonntags führt die Christen vom Jubel beim Einzug Jesu in Jerusalem bis zum "Kreuzige Ihn" und zum Tod.

Nach dem Gottesdienst werden die geweihten Zweige am Palmsonntag wieder mit nach Hause genommen und als segenbringende Zeichen hinter die im Haus befindlichen Kreuze oder Weihkessel gesteckt. Man glaubt, dass sie das Unglück vom Haus fernhalten.

Der Palmsonntag heißt seit der Kalenderreform im Jahr 1969 Dominica in palmis de passione domini (Palmsonntag vom Leiden des Herren).

Der Palmsonntag ist in den deutschen evangelischen Landeskirchen meist noch Konfirmationssonntag.

Karwoche - Gründonnerstag    

Der Gründonnerstag ist seit dem 12. Jahrhundert volkstümliche Bezeichnung für den kirchlichen Gedenktag der Einsetzung des Abendmahls (de coena domini), wurde schon in der alten Kirche als solcher begangen (Bericht der Ätheria aus Jerusalem, 4. Jahrhundert).

Die verschiedenen Deutungen des deutschen Namens (die lateinischen Bezeichnungen sind sehr vielfältig) befriedigen nicht (etwa vom Gebrauch grüner Paramente, von »Grinen« [ahd.] = »Klagen«, vom Essen grüner Kräuter sowie von der nicht sicher erklärten lateinischen Bezeichnung »dies viridium«). Ob sich das Klagen dabei auf die Fastenzeit mit dem Leiden, auf die darauffolgende Nacht, die Jesus in Todesangst verbrachte oder das Weinen auf die bevorstehende Kreuzigung Jesu bezieht ist nicht geklärt.

Auch das Erwachen der Natur in dieser Jahreszeit, das Grünwerden der Pflanzen verbindet uns mit dem Gründonnerstag und dem Osterfest. Darüber hinaus gibt es die Verbindungen zum Osterhasen, Osterlamm, Osterfeuer, Osterblumen, usw., die alle mit dem Erwachen und der Hoffnung im Zusammenhang stehen.

Unabhängig vom christlichen Glauben wird die Farbe Grün als Zeichen / Farbe der Hoffnung verstanden. Vom grün abgeleitet ist es heute in vielen christlichen Familien an Gründonnerstag üblich, grünes Gemüse zu essen, etwa Spinat oder Brunnenkresse.

Der Gründonnerstag erinnert an den Tag des Abendmahls vor dem Todestag Jesu. Dieses Abendmahl am Vorabend des Karfreitag nahm Jesus mit seinen engsten Vertrauten, den zwölf Jüngern ein.

Das Abendmahl bedeutet Abschied von Jesus nehmen, gleichzeitig aber auch ein Anfang für den christlichen Glauben. Denn in Form von Brot und Wein wurde Jesus selbst angenommen und um Vergebung der Schuld gebeten.

Gleichzeitig wird schon auf die Auferstehung und das Weiterleben Jesu hingedeutet. Trotz des Verrates durch Judas und das Leugnen der Jünger, nimmt Jesus die Schuld allein auf sich und gibt Hoffnung für ein neues besseres Leben nach seinem Tod.

Jesus forderte seine Jünger auf, fortan gemeinsam das Abendmahl zu feiern. Wohl deshalb ist der Ursprung aller Abendmahlsfeiern der Gründonnerstag.

Der Gründonnerstag ist in der orthodoxen und römisch - katholischen Kirche liturgisch ausgezeichnet durch die Wiederannahme der Büßer (Absolution), durch die Weihe des hl. Öles (Chrisma, Myron) sowie durch die Fußwaschung.

Seit etwa 1500 Jahren feiern die Christen den Gründonnerstag, den fünften Tag der Karwoche, zur Erinnerung an die Einsetzung der heiligen Eucharistie.

Nach dem Gloria - Gesang verstummen in den Gottesdiensten die Orgeln und auch die Glocken werden bis zum Osterfest nicht geläutet.

Bei Beendigung des Gottesdienstes trägt der Priester den Hostienkelch in einer Prozession in einigen Gemeinden zu einem Seitenaltar oder in eine Kapelle.

Nach der Messfeier werden Blumenschmuck und Kerzen beiseite geschafft. Dies symbolisiert die Trauer über den Tod Jesu. Wegen des nahen Todes Jesu ist der Gründonnerstag ein Tag der Trauer.

Die Gläubigen werden in vielen Gemeinden von den Messdienern mit Holzklappern und Ratschen zum Gottesdienst gerufen.

Die evangelischen Kirchen begehen den Gründonnerstag mit einem Abendmahlsgottesdienst. Dieser Gottesdienst wird in vielen Gemeinden besonders gefeiert. Ausgehend von der heutigen liturgischen Erneuerungsbewegung wird oft versucht, ihn im Rahmen der Karwoche als den ersten Tag des Triduum Sacrum besonders zu begehen.

Die Liturgie der Altkatholischen Kirche am Gründonnerstag entspricht in weiten Teilen dem Römischen Ritus. Die Rubriken des Eucharistiebuchs sehen folgendes vor. Nach dem Gloria schweigen Orgel und Glocken. Zur Fußwaschung kann das Taizélied Ubi caritas gesungen werden. In den Fürbitten sollte der Gemeinden des eigenen Bistums und der ökumenischen Nachbargemeinden gedacht werden. Die Eucharistiefeier endet mit dem Gebet nach der Kommunion. Der Segen wird erst wieder als Feierlicher Schlusssegen in der Osternacht gespendet. Wo es möglich ist, wird zu stillem Gebet, zur Meditation und zur Lesung der Abschiedsreden Jesu aus dem Johannesevangelium Gelegenheit gegeben.

Karwoche - Karfreitag    

Der Karfreitag ist der Überlieferung nach der Todestag Jesu. An diesem Tag werden verschiedene Brauchtümer gepflegt. Für viele evangelische Christen ist es der höchste Feiertag im Jahr.

Begrifflich abgeleitet ist der Karfreitag, von althochdeutsch "kara" = Wehklage, Kummer, Trauer, bildete im 2. Jh. mit Karsamstag ein »biduum« des Fastens.

Die adoratio crucis (Kreuzesfeste), seit dem 4. Jh. (Jerusalem), änderte das nicht, die dabei im Westen gesungenen Improperien tauchen im 7. Jh. auf.

Die Karfreitagsfeier (ältere Gestalt, größere Zahl der Lesungen; Fürbittengebete; keine eigentliche Messe) geht in der Anlage auf den griechische Werktagsgottesdienst zurück.

Die ostkirchliche Praesanktifikatenmesse hat der Westen seit dem 7. Jh. Hier war der Karfreitag im Mittelalter Kommuniontag aller, später (seit 1570) nur des Zelebranten; heute erstrebt man wieder den früheren Brauch.

In der Reformation ist der Karfreitag (Luthers »guter Freitag«) halber Feiertag mit Lesen und Predigen der Leidensgeschichte (Passionsharmonie Bugenhagens); später wird er Bußtag, in Preußen zeitweilig Konfirmationstag. Das Lesen oder Singen der Passion (Johannispassion - wie schon seit dem 4. Jh., meist nachmittags) wurde in verschiedener Weise von Aufklärung und Pietismus kritisiert.

Unter Lutheranern wird heute die Rückkehr zu katholischen Karfreitagsbräuchen vorgeschlagen (etwa kein Orgelspiel, Abräumen des Altars).

Der am Karfreitag begangene Kreuzweg beschreibt die wichtigen Stationen dieses Tages.

1. Jesus wird zum Tode verurteilt

2. Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern

3. Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

4. Jesus begegnet seiner Mutter

5. Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen

6. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

7. Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz

8. Jesus begegnet den weinenden Frauen

9. Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

10. Jesus wird seiner Kleider beraubt

11. Jesus wird ans Kreuz genagelt

12. Jesus stirbt am Kreuz

13. Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt

14. Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt

In vielen Gemeinden finden sich Kreuzwege, auch die vom Christentum inspirierte Kunst hat vielfältige Kunstwerke erschaffen, die im Zusammenhang mit diesen Ereignissen stehen.

Das Kreuz wurde ab dem dritten Jahrhundert ein Zeichen der Christenheit.

Am Karfreitag werden heute noch verschiedene Brauchtümer gepflegt. Christen essen am Karfreitag Fisch, weil der Fisch eines der ältesten Symbole ist, mit dem sie sich zu erkennen geben. Das Wort "Fisch" heißt auf griechisch "Ichthys". Das sind die Anfangsbuchstaben von "Iesos Christos Theou Yios Soter". Auf deutsch: "Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter".

Darüber hinaus ist es christliche Tradition, dass an Fasttagen generell auf Fleisch "der Tiere des Himmels und der Erde" verzichtet wird. Nach christlicher Tradition verzichtet man an Freitagen - in Erinnerung an den Karfreitag - auf teueres Fleisch und isst stattdessen Fisch, der nicht zu Fleisch zählt und früher billiger war. Christen gedenken am Karfreitag des Leidens und Sterbens Jesu. Dieser Tag dient der Besinnung auf die Leiden Christi am Kreuz.

Für manche ist der Karfreitag ein strenger Fastentag. Der Karfreitag wird mindestens seit dem zweiten Jahrhundert gefeiert. Bis heute gilt er in der katholischen Kirche als strenger Fastta. Gläubige, die älter als 14 Jahre sind, dürfen/ sollen an diesem Tag kein Fleisch zu sich nehmen, Katholiken zwischen 18 und 60 ist am Karfreitag nur eine einmalige Sättigung erlaubt. Ursprünglich durfte man an diesem Tag überhaupt nichts essen oder trinken. Selbst Glocken schweigen.

In Frankreich heißt der Karfreitag "vendredi saint", was heiliger Freitag heißt.

In England wird er "Good Friday" oder "Black Friday" genannt, was übersetzt guter Freitag oder schwarzer Freitag heißt.

Karwoche - Karsamstag    

Der Karsamstag (fälschlicherweise manchmal Ostersamstag genannt), ist der erste Tag nach Jesu Tod und der Tag der Grabesruhe. Es findet kein Gottesdienst statt und die Altäre in den Kirchen sind frei von Kerzen und Blumen.

Biblischer Hintergrund ist der Sabbat ist der jüdische Ruhetag. An diesem Tag darf nicht gearbeitet werden. Deswegen musste Jesus noch am Freitag beerdigt werden. Am Karsamstag wurden Wachen vor dem Grab von Jesus positioniert. Sie sollten darauf achten, dass der Leichnam nicht gestohlen wird und so die Aussage im Land verkündet werden kann, dass Jesu auferstanden sei.

Am Karsamstag wurde aber nicht nur Jesus für tot erklärt, sondern auch die Hoffnung auf einen Retter begraben. Denn am Karsamstag versteckten sich die Jünger aus Angst selbst am Kreuz hingerichtet zu werden.

Dieser Tag der Depression besiegelte bei vielen Menschen den Glauben an einen neuen Anfang. Symbolisch kann man für den Karsamstag sagen, dass trotz der hoffnungslosen Lage das Leben weitergeht und bessere Tage folgen, wie die Auferstehung Jesu deutlich macht.

Erst in der Nacht zum ersten Ostertag oder sogar in der Frühe des Ostermorgens kommen die Christen zur Feier der Auferstehung zusammen, verbunden mit der Weihung des Osterwasser, des Osterfeuer und der Osterkerze.

Die Glocken, die sich am Gründonnerstag mit vollem Geläute nach dem Abendmahls- Gottesdienst verabschiedet hatten, kehren am Karsamstag beim Gloria in der hl. Osternacht wieder mit vollem Klang zurück. Der Ostersamstag ist der Samstag nach Ostern.

Osternacht Geschichte und Feier    

Ostern ist als das älteste Fest der Christenheit in seiner Bedeutung hinter das Weihnachtsfest zurückgetreten (nicht umsonst spricht Matthias Morgenroth vom „Weihnachts-Christentum?“). Doch die Feiern in der Osternacht spielen im gottesdienstlichen Leben der Gemeinden eine immer größere Rolle.

Der Blick auf die Geschichte erklärt die Anziehungskraft dieser Gottesdienste.

Sabine Bäuerle erklärt "Auf der Schwelle vom Tod ins Leben" die Geschichte und Feier der Osternacht.

IT - Hinweis

https://www.zentrum-verkuendigung.de/ (2.4.2026)

Teil III - Brauchtum Europa    

Frankreich    

In Frankreich bleiben die Glocken von Gründonnerstag bis Karsamstag im ganzen Lande stumm, um den Tod Jesu zu betrauern. Erst am Ostersonntag läuten die Glocken wieder aus Freude über die Auferstehung Christi. Wenn die Franzosen die Glocken am Ostersonntag hören, umarmen und küssen sie sich.

Man erzählt sich, dass das Glockenläuten nach Rom geht, um den Papst zu besuchen. Bei seiner Rückkehr bringt es dann die Ostereier mit. Diese werden von den Kindern in die Luft geworfen. Das erste, das auf den Boden fällt, verliert. In manchen Gegenden Frankreichs halten die Kinder auch nach einer Kutsche Ausschau, die, gezogen von vier weißen Pferden, gefüllt mit Eiern ist.

Schweiz    

Sie hat so viele Oster - Traditionen wie Kantone, deshalb hier nur die wichtigsten Beispiele.

Im Westen des Landes tragen "Les Pleureuses" (Klageweiber) am Karfreitag die Marterwerkzeuge Christi und das Schweißtuch der Heiligen Veronika durch die Straßen. Die Städte hallen von Gebeten und Gesängen wieder.

Im Wallis dagegen wird in den Dörfern Brot, Käse und Wein verteilt. Man durfte früher am Karfreitag nur barfuss auf die Straße gehen, um die Erde nicht zu stören. Heutzutage ziehen die Waliser kurz vor Sonnenaufgang am Ostermontag in kleinen Prozessionen auf die nahe gelegenen Hügel. Sie begrüßen die Sonne, Symbol für die Auferstehung Christi, mit einem Tanz. Gelenkige Landsleute machen drei Purzelbäume. In einigen Gegenden versucht man, mit einem Wasserbassin, die Reflexion der tanzenden Sonnenstrahlen einzufangen.

In Bern kommen Jung und Alt am Ostersonntag auf dem Kornhausplatz in der Altstadt zum "Eiertütscha" zusammen. In dem Wettstreit werden die Ostereier aneinander geschlagen - das standhafteste gewinnt.

Spanien    

In Spanien geht man am Ostersonntag in die Ostermesse. Dabei tragen die Jungen einfache Palmwedel und die Mädchen mit Süßigkeiten und anderem Zierrat geschmückte Palmwedel. Die Palmwedelträger werden dann vom Priester gesegnet.

Außerdem gibt es im gesamten Land Osterprozessionen, die bekannteste findet in Sevilla statt. Vor der Kirche im Palma de Mallorca wird am Ostersonntag die Passionsgeschichte nachgespielt.

Jedes Jahr am Gründonnerstag um 22.00 Uhr finden auf der Plaça Major in Verges die Passionsspiele statt. Dort tanzen Männer als Skelette verkleidet. Anschließend bewegt sich der spektakulär berühmte Totentanz als Prozession durch die Gassen des Örtchens.

Italien    

In Italien isst man traditionell eine „Ostertorte“, einen salzigen Kuchen mit gekochten Eiern und Spinat, oder "Ostertaube" ("Paloma di Pasqua"). Dieser Kuchen ähneln dem Gugelhupf. In vielen Orten gibt es Karfreitags eine Prozession, bei der das Kirchenkreuz durch die Straßen getragen wird. Die dunkel gekleideten Teilnehmer schreiten langsam durch die Gassen, die Straßenlaternen sind ausgeschaltet, überall brennen Kerzen. Menschen und Kirchenglocken schweigen. Die Auferstehung wird am zweiten Osterfeiertag bei einem Ausflug mit Freunden oder der Familie gefeiert: "Pasquetta".

Griechenland    

Das griechisch - orthodoxe Osterfest wird meist eine Woche nach unserer Feier begangen (ab Donnerstag). Die Ostereier bemalt man rot und bewahrt sie bis Samstagabend auf. Zur Samstagabendmesse bringen die Gläubigen brennende weiße Kerzen mit. Um Mitternacht werden alle Kerzen - bis auf eine - gelöscht. Die noch brennende Kerze symbolisiert die Auferstehung Christi. Das brennende Licht, das Leben, wird dann von dieser Kerze an die anderen weitergegeben.

England    

In England werden zu Ostern Weidenkätzchenzweige gesammelt und die Menschen tätscheln sich damit gegenseitig. Dies soll Glück für das nächste Jahr bringen.

In dem Örtchen Olney gibt es zu Ostern einen besonderen Brauch. Am Gründonnerstag, dem 'Pancake Thursday', findet seit 500 Jahren ein Pfannkuchenrennen statt.

Schottland    

In Schottland werden überall auf den Hügeln der Highlands Osterfeuer entzündet. Dieser Brauch stammt noch aus der keltischen Zeit, als man zu dieser Zeit Frühlingsfeste feierte.

Wales    

In Wales findet am Palmsonntag traditionell das 'Gymansa Ganu' statt. Zu diesem Gesangswettstreit treffen sich Kirchenchöre aus ganz Wales und es werden Gastdirigenten eingeladen.

Irland    

In Irland ist der Karfreitag ein sehr ruhiger Tag. Viele Menschen essen nichts bis zum Mittag und früher war es Brauch, nur barfuß auf die Straße zu gehen. Es wurde auch kein Tier geschlachtet, kein Holz verbrannt oder verarbeitet und auch kein Nagel eingeschlagen. Am Ostersamstag werden hunderte Kerzen an der vom Priester gesegneten großen Kerze entzündet. Ostersonntag wird ein ruhiges Mahl, meistens bestehend aus Lauchsuppe und Lamm, zu hause gegessen.

Dort werden an Ostern – nach dem Ende der Fastenzeit - traditionell Tanzwettbewerbe auf den Straßen ausgetragen. Der Sieger bekommt einen Kuchen.

Auch ein skurriler Osterbrauch findet am Ostersonntag an manchen Orten Irlands statt. Es finden symbolische Heringsbegräbnisse statt. Die Heringe werden zu Grabe getragen als Zeichen dafür, dass die strenge Fastenzeit, an der Heringe eine Hauptmahlzeit sind, nun zu Ende ist. Nicht selten werden diese Heringsbegräbnisse vom örtlichen Metzger initiiert. Wahrscheinlich sind sie froh, dass wieder Wurst und Fleisch gekauft wird.

Schweden    

In Schweden wird Påsk (Ostern) sehr ruhig und besinnlich gefeiert. Bis vor kurzem galt es als unpassend, Taufen oder Hochzeiten zu feiern. Auch die Kinos hatten bis vor wenigen Jahren am Karfreitag geschlossen. Die Wohnungen werden mit Birkenzweigen und bunten Federbüschen geschmückt.

Am Gründonnerstag ziehen Mädchen und Jungen mit Kopftüchern und mit langen Röcken als 'Osterweiber' ("Påskäring") verkleidet von Haus zu Haus und hinterlassen so genannte 'Osterbriefe' und erhoffen sich als Gegenleistung Süßigkeiten oder Geld. Durch die langen Kleider hat der Ostersamstag auch den Namen „langer Samstag“.

Die Großen schmücken ihre Wohnungen mit Birkenreisig und knallig-bunten Federpuscheln.

Die Osterfarbe ansonsten ist gelb und so bringen in Schweden die Osterküken - nicht der Osterhase - die Ostereier.

Mit Feuerwerkskörpern (Westschweden), Lärm und Osterfeuer werden die "bösen" Osterhexen verjagt. Die treffen sich von Gründonnerstag bis zum Ostersamstag am Blåkulla, dem schwedischen Brocken, mit dem Teufel.

Finnland    

In Finnland schlägt man Freunde und Bekannte am Palmsonntag leicht mit der Birkenrute ("Virpovitsa")auf den Rücken. Diese Ruten sollen an die Palmwedel erinnern, mit denen Jesus bei seinem Einzug nach Jerusalem begrüßt wurde und Glück bringen.

Am Ostersonntag ziehen die finnischen Kinder laut lärmend und mit allem, was zum Krach machen taugt, durch die Straßen Finnlands und verscheuchen den Winter und beenden so die dunkle Jahreszeit.

Polen    

Im katholischen Polen nimmt Ostern eine besondere Stellung ein. Am Ostersamstag wird ein Korb mit bemalten Eiern, Brot, Kuchen, Salz, Papier und weißen Würsten gefüllt und am Ostersonntag in die Kirche gebracht und dort gesegnet. Die Fastenzeit ist erst vorbei, wenn dieser Korb gesegnet ist.

Eine weitere Ostertradition in Polen ist am Ostermontag der Brauch des gegenseitigen Bespritzens mit Wasser, 'Smingus - Dyngus' genannt. Dieser Brauch, vor dem niemand sicher ist, soll an die Taufe des Prinzen Mieszko I. im Jahre 966 erinnern, der den Polen das Christentum brachte.

Bulgarien    

In Bulgarien werden die Ostereier nicht versteckt, sondern man bewirft sich gegenseitig mit ihnen. Derjenige, dessen Ei nicht zerbricht, ist der Sieger und soll das erfolgreichste Familienmitglied des kommenden Jahres werden. Eine Variante davon ist es, vor dem Ostermahl die Eier gegeneinander zu schlagen. Ein weiterer Brauch ist es, die Eier nach der Mitternachtsmesse an der Wand der Kirche aufzuschlagen.

Ein anderer weit verbreiteter Osterbrauch in Bulgarien ist es, dass die älteste Frau im Haushalt mit dem ersten rot gefärbten Ei allen Kindern des Hauses über das Gesicht streicht. Dies soll Gesundheit und Stärke verleihen.

Der am weitesten verbreitetste Osterbrauch in Bulgarien ist das Osterbrot. Es wird von unverheirateten Mädchen gebacken und besteht aus Eiern, Zucker und Früchten.

Rumänien    

In Rumänien werden an Ostern die Häuser geputzt, sich gebadet und neue Kleider angelegt. Dann trifft sich alles in der Nacht mit entzündeten Kerzen in der Kirche. Überall auf den Hügeln und den Feldern werden Osterfeuer entzündet. Nach der Ostermesse strömen die Menschen mit ihren entzündeten Kerzen in die Nacht hinaus.

IT - Quelle:

https://www.theology.de/ (2.4.2026)

Teil IV - Frieden    

"Ostermärsche" – Ein Blick zurück    

Den Anfang machen an Ostern 1958 rund 10.000 Menschen in Großbritannien, die mit einem Viertagesmarsch gegen den Einsatz von Atomwaffen demonstrieren.

Die Proteste werden schnell zum Vorbild in ganz Europa. 1960 findet in Norddeutschland der erste Ostermarsch statt.

Kuba - Krise, Vietnamkrieg und die Angst vor einem atomaren Weltkrieg lassen die Märsche bis Ende der sechziger Jahre zu einer Massenbewegung werden.

Auch in der DDR stoßen die Lieder der Bewegung auf Anklang, wurden von der DDR -Führung aber für eigene Zwecke vereinnahmt.

Was als Ablehnung von Atomwaffen begonnen hat, entwickelt sich zu einem breiten Appell, abzurüsten und Konflikte friedlich zu lösen.

IT - Quelle:

IT - Hinweis:

https://www.bpb.de/kurz-knapp/taegliche-dosis-politik/507293/ostermaersche/ (2.4.2026)

Friedenserziehung    

Friedenslernen in seiner pädagogischen Einschätzung geht von gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen aus, in denen Heranwachsende und Erwachsene aufwachsen und leben.

Stephan GILL war in seiner Analyse von GRIMSCI noch von der Wirtschaftskrise der dreißiger Jahre, dem Zusammenbruch der liberalen Demokratie, dem Aufstieg des Faschismus und dem sowjet - kommunistischen System beeinflusst. Aktuell ist der neoliberale Kapitalismus mächtig und vorherrschend. Von Interesse ist das Fehlen bzw. eine mangelhafte Organisationskraft alternativer Programme von linksgerichteten politischen Strömungen (vgl. GILL 2011, 265).

Gill beschreibt die weltpolitische Lage in ihrer derzeitigen Art und Weise beispielhaft mit der Ausbeutung von Menschen und der Natur, massiven globalen Problemen wie ein rapides Bevölkerungswachstum, die Zerstörung der Biosphäre, dem Klimawandel, hochentwickelten Produktions- und Zerstörungskräften, der Militarisierung des Weltalls, der Blockadepolitik in den Klimaverhandlungen, der Konzerndominanz, der Welternährungskrise und der Privatisierung öffentlicher Güter/Wasser, Boden, natürliche Ressourcen (vgl. GILL 2011, 267).

Wesentlich erscheint bei dieser Analyse die Dominanz ökonomischen Denkens auf das soziopolitische Leben zu sein.

Gefordert ist der Kontext zu Ursprüngen ethisch - moralischer und friedenspädagogischer Lehr- und Lernerfordernisse.

Kultur des Friedens    

Die beschriebenen Entwicklungen sind Ausgangspunkt von verbesserungswürdigen Perspektiven für eine Friedenspolitik.

Zudem stellt sich die Forderung nach einer einhergehenden Friedenserziehung in Verbindung mit Friedenslernen und einer entsprechenden Politischen Bildung - Ethik, die Wissen und Kompetenzen für die Umsetzung vermittelt (vgl. GRASSE -GRUBER - GUGEL 2008, WULF 2008, WINTERSTEINER 2005/2008/2011).

1 Europäische und internationale Organisationen vermitteln diese Bildungsziele in Programmen und Dekaden für Projekte.

2 Die UNESCO vermittelt eine Kultur des Friedens und der "Global Citizenship Education" (vgl. als Basis WINTERSTEINER/ GROBBAUER/ DIENDORFER/ REITMAIR - JUAREZ 2014). Der Europarat setzt sich vehement seit seiner Gründung für Menschenrechte und Frieden unter Beteiligung der jungen Gesellschaft ein.

3 In der UN - Kinderrechtskonvention ist der Schutz der Kinder, die Beachtung ihrer Meinungen und der Beteiligung in der Gesellschaft festgeschrieben.

4 Im ökumenischen Bereich setzt der Weltkirchenrat Initiativen zur Förderung friedenspolitischer und religiöser Impulse, beispielhaft 2019 in Palästina und Israel.

Aus diesen vier Programmen ergibt sich die Forderung nach einer zeitgemäßen Friedenserziehung und damit einer Friedenskultur. Dies allein wird in einer Welt mit organisierter Friedenslosigkeit wenig nützen.

  • Zu beachten sind daher Bedingungen der Sozialisation, inter- und transkulturelle Bedingungen, der Bildung und des alltäglichen Umgangs mit sozialer Gerechtigkeit (vgl. GRUBER 2016, 58-59).
  • Friedenserziehung bzw. Friedenslernen ist Lehren und Lernen zu Demokratie und Menschenrechten, demnach gegen Menschenfeindlichkeit, Obrigkeitshörigkeit und Machtmissbrauch.
  • Ethisch - moralische Aspekte gehören in sensible Erziehungs- und Lernprozesse, die gesamtgesellschaftlichen Charakter haben.
Im internationalen Kontext erhält das Friedenslernen eine größere Bedeutung. Dies zeigt sich in friedenspädagogischen Interventionen in Nachkriegsregionen in Form eines Rückgangs von Gewalt (vgl. GRASSE - GRUBER - GUGEL 2008).

Damit ergibt sich die Verbindung von Friedenspädagogik und Friedensforschung.

Aspekte einer Friedensethik    

Die gegenwärtige Rückkehr zu geographischen Kategorien in der internationalen Politik und damit Schwächung internationaler Organisationen erfordert neue Perspektiven der Friedensethik, mit staatlichen Aufgaben, Sicherheit zu garantieren, einem Minimieren von Gewalt, insbesondere im Bildungsbereich Orientierung für politisches Handeln in komplexen Kontexten zu ermöglichen.

Die folgenden Aspekte bedürfen in einem Zeitalter der Unsicherheit einen neuen friedensethischen Kontext, beispielhaft Aspekte militärpolitischer Veränderungen,

  • Stärkung des Multilaterismus,
  • gewaltfreie Konfliktbearbeitungen und
  • Selbst- und Bündnisverteidigung sowie Bündnissolidarität.
Zur Diskussion stehen Präventionsmaßnahmen, zivile Konfliktbearbeitung und militärische Rüstung.

Friedenspädagogik    

Friedenspädagogik wird im deutschsprachigen Raum zumeist als Theorie der Friedenserziehung verstanden.

  • Der Friedenserziehung wird das Praxisfeld zugeordnet. Mitunter wird auch Friedenserziehung als Obergriff von Theorie und Praxis bezeichnet.
  • Im angelsächsischen Raum wird die Theorie und Praxis der Friedenserziehung allgemein unter den Begriff "peace education" geführt.
  • In jüngster Zeit gibt es weitere Begriffe in der Debatte, um einer sich wandelnden Gesellschaft gerecht zu werden. Dabei werden die Begriffe Friedensbildung und Friedenslernen verwendet.
  • Friedensbildung wird aktuell in Deutschland im kirchlichen Bereich verwendet (vgl. DOSCH 2014).
Friedenslernen ("learning peace") als Begriff findet international den Anschluss an peace building - Aktivitäten als Friedenskonsolidierung nach Kampfhandlungen. Damit bezieht man sich auf die Bewältigung der Konsequenzen von Kriegen und Konfliktursachen (vgl. SCHNECKENER 2005, 18-20).

Die Ausweitung des Begriffs als Paradigma einer "Kultur des Friedens" erscheint sinnvoll.

Zu den Autoren    

Herbert Jenewein

Absolvent Höhere Bundeslehranstalt für alpenländische Landwirtschaft Raumberg (Reifeprüfung), Maturantenlehrgang Lehrerbildungsanstalt Innsbruck (Reifeprüfung)

APS - Lehramt VS - HS - PL ( 1970 - 1975 - 1976), Lehrer an der APS

Absolvent des Instituts für Volkskunde und Europäische Ethnologie/ Universität Innsbruck/ Mag. phil. (2005)

Günther Dichatschek

Absolvent Höhere Bundeslehranstalt für alpenländische Landwirtschaft Ursprung (Reifeprüfung), Maturantenlehrgang Lehrerbildungsanstalt Innsbruck (Reifeprüfung)

APS - Lehramt VS - HS - PL ( 1970 - 1975 - 1976), Lehrer an der APS

Absolvent des Instituts für Erziehungswissenschaft/ Universität Innsbruck/ Dr. phil.(1985)

Absolvent 10. Universitätslehrgang Politische Bildung/ Universität Salzburg - Klagenfurt/ MSc (2008)

Absolvent 6. Universitätslehrgang Interkulturelle Kompetenz/ Universität Salzburg/ Diplom (2012)

Absolvent 4. Interner Lehrgang Hochschuldidaktik/ Universität Salzburg/ Zertifizierung (2016)

 
© die jeweiligen Autoren zuletzt geändert am 2. April 2026